Neues Sportangebot

Wie zwei FCH-Profis die Trendsportart Padel jetzt auch nach Giengen bringen

Aus der ehemaligen Tennishalle in der Riedstraße entsteht derzeit eine Indoor-Padel-Anlage. Hinter dem Projekt stehen unter anderem die FCH-Profis Jan Schöppner und Jonas Föhrenbach. Ab wann gespielt werden kann und was die größten Herausforderungen beim Umbau waren:

Ein dritter Padel-Platz für den Landkreis Heidenheim steht in den Startlöchern: In der Riedstraße in Giengen entsteht derzeit eine große Padel-Indoor-Halle mit sechs Padel-Plätzen. Bisher gibt es einen Outdoor-Platz Schnaitheim und das Padel des TC Heidenheim in der Schloßhaustraße.

Wie hinter dem Padel-Platz in Schnaitheim steckt auch hinter dem neuen Angebot im ehemaligen Indoor an der Riedstraße „Padelfino“. Dahinter stehen die FCH-Spieler Jan Schöppner und Jonas Föhrenbach sowie Pius Dorn und Hendrik Hofgärtner, ebenfalls Fußballprofis beim FC Luzern und FC Augsburg. In Kooperation mit dem Sportwerk Giengen, das sich ebenfalls in der Halle an der Riedstraße befindet, wurde die ehemalige Tennishalle gemietet und umgebaut.

Gedanke an eine Indoor-Anlage war von Anfang an da

Auf einer Fläche von etwa 1800 Quadratmetern befanden sich zuvor Tennisplätze, die allerdings zuletzt kaum noch genutzt wurden. Nun entstehen dort vier Doppel- und zwei Einzel-Courts.

„Der Gedanke, in einer Halle etwas zu finden, war eigentlich schon von Anfang an da“, erklären Schöppner und Föhrenbach. Wer auch außerhalb des Sommers Padel spielen wollte, musste bislang weitere Wege auf sich nehmen – eine Erfahrung, die die beiden selbst gemacht haben.

Das Angebot in Schnaitheim mit vier Outdoor-Plätzen, das erst im Mai dieses Jahres eröffnet hat, finde großen Zuspruch. Jetzt komme rechtzeitig zum Ende des Sommers auch das Indoor-Angebot nach Giengen.

Umbauarbeiten mit einigen Herausforderungen

Im Juli begannen die Umbauarbeiten in der Halle. Diese brachten aber auch einige Herausforderungen mit sich. „Die ganzen Baustoffe für die Plätze hier hochzubringen, war die größte Herausforderung“, erzählen Schöppner und Föhrenbach. Vor allem die schweren Glasscheiben für die Courts mussten zunächst in die Halle gebracht werden. Für einen Padel-Court werden in der Regel 18 Scheiben benötigt, die zusammen rund drei Tonnen wiegen. Die Scheiben wurden deshalb zunächst unten ausgepackt und anschließend einzeln durch eine dafür ausgebaute Fensterfront in die Halle gebracht. Zuvor musste zudem die Statik des Gebäudes geprüft werden.

Die Plätze sind soweit fertig, der Boden außenrum wird kommende Woche noch verlegt in der ehemaligen Tennishalle. Rudi Penk

Wie schon beim Bau der Anlage in Schnaitheim packten die Beteiligten auch diesmal selbst mit an. „Dabei hat Jan Schöppner aber das meiste gemacht“, sagt Föhrenbach. In der kommenden Woche soll noch der Boden rund um die Courts verlegt werden.

Derzeit laufen auch schon die Planungen für die offizielle Eröffnungsfeier, die am Samstag, 21. November, stattfinden soll, wie Schöppner und Föhrenbach bereits verraten. Auch hier ist ein umfangreiches Programm mit DJ geplant. Gespielt werden kann aber schon früher: Ab etwa Mitte bis Ende Oktober sollen die Bälle bereits fliegen können, davon gehen die beiden derzeit aus.

Padel-Begeisterung steckt auch die Mannschaft an

Die beiden Fußballprofis sind selbst leidenschaftliche Padelspieler, so kam die Idee zur Gründung von „Padelfino“ überhaupt erst auf. Das erste Mal gespielt haben sie es im Trainingslager in Spanien und dann zu Hause festgestellt, dass das Angebot in der Umgebung sehr begrenzt ist. „Wir versuchen, mindestens einmal die Woche am freien Tag zu spielen, weil es einfach super viel Spaß macht. Je nachdem natürlich, wie die Zeit und das Projekt es zulassen.“ Auch bei den anderen Mitspielern aus der Mannschaft sei der Spaß am Padel angekommen. Viele kämen mittlerweile regelmäßig und hätten auch den Spaß daran entdeckt, erzählen Schöppner und Föhrenbach.

Die beiden stehen im engen Austausch mit dem Sportwerk Giengen. Padel-Kunden können die Duschen und Sanitäranlagen mitbenutzen, so wie auch das Bistro mit Getränke- und Speiseangebot. Durch das Sportwerk führt auch der Haupteingang zur neuen Padel-Halle. Neben den Padelcourts entsteht außerdem ein Lounge-Bereich. Da die Mietkosten hier deutlich höher liegen als in den Seewiesen und die Halle im Winter zudem beheizt werden muss, werden die Preise voraussichtlich ein wenig höher ausfallen als in Schnaitheim. Dort kostet ein Double-Court für 60 Minuten Spielzeit aktuell 32 Euro.

Neue Trendsportart Padel

Padel ist eine Art Mischung aus Tennis und Squash und erlebt derzeit einen regelrechten Boom. Gespielt wird auf einem kleineren, von Glas- und Gitterwänden umgebenen Feld. Der Ball darf – ähnlich wie beim Squash – nach dem Aufprall auch die Wände berühren und weitergespielt werden. Gespielt wird mit kurzen Schlägern ohne Saiten. Padel ist eine Sportart, für die man wenig Vorwissen oder sportliches Können benötigt, der Spaßfaktor aber hoch eingestuft wird.

Aktuell sind die Padel-Plätze an der Riedstraße noch nicht buchbar. Neben dem Haupteingang durch das Sportwerk kann man außerhalb der Öffnungszeiten von diesem über einen Zugangscode, den man bei der Online-Buchung erhält, durch einen weiteren Eingang zum Padelspielen gelangen. Auch längere Öffnungszeiten sind derzeit noch im Gespräch. Weitere Informationen gibt es unter Padelfino.de.