Warum es an der Brenzstraße in Herbrechtingen zu Behinderungen kommt
Direkt nach den Bauferien hat die Stadt Herbrechtingen in dieser Woche mit der umfangreichen Sanierung und Modernisierung der Brenzbrücke in der Brenzstraße begonnen. Geplant ist eine Erneuerung der Abdichtung und des Belages, zudem des Fahrbahnübergangs, des Gehwegs und der Kappen. Ein neues Füllstabgeländer muss ebenfalls montiert werden. „Ein wesentlicher Teil der Arbeiten spielt sich naturgemäß im Detail ab und die einzelnen Baufortschritte werden von außen nicht immer deutlich sichtbar sein“, sagt Anika Schneider, Referentin des Bürgermeisters.
Ziel der Baumaßnahme sei es, Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten und die langfristige Nutzbarkeit der Brenzbrücke sicherzustellen, heißt es weiter aus der Stadtverwaltung. Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten bis Dezember abgeschlossen sein. Witterungsbedingte Verzögerungen könnten jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde unweit des Liegelind-Areals eine Brücke über die Brenz errichtet. Die aktuelle Version der Brenzbrücke wurde im Jahr 1986 erbaut. Wie Ortsbaumeister Dieter Frank dem Gemeinderat vor der Sommerpause erläuterte, hatte eine Prüfung erhebliche Mängel an der Substanz des Bauwerks ergeben. „In zehn bis 15 Jahren wäre die Brücke abgängig. Durch eine Sanierung könnten wir rund 40 Jahre rausholen.“
Weiträumig umfahren
Während der Bauzeit sind Einschränkungen an der Brenzstraße laut der Stadtverwaltung jedenfalls unvermeidbar. Für den Verkehr wurde eine entsprechende Umleitung eingerichtet. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die ausgeschilderte Verkehrsführung zu beachten und den Baustellenbereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.
Die Brücke liegt innerhalb des Sanierungsgebiets „Ortskern Ost“. Dadurch kann die Stadt für die Maßnahme Fördermittel aus der Städtebauförderung in Anspruch nehmen. 60 Prozent der Kosten werden gefördert. Bei Gesamtkosten von rund 600.000 Euro entspricht dies einer Förderung von rund 360.000 Euro.

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Das Thema „Brücken und ihre Instandhaltung“ wird die Stadt noch weiter beschäftigen. Insgesamt 38 Brücken liegen auf der Gemarkung. Ihr Zustand wird regelmäßig untersucht. Im Rahmen eines Brückenzustandsberichts hatte Stadtbaumeister Frank schon vor eineinhalb Jahren in einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauwesen und Verkehrsangelegenheiten (UBV) klargemacht, dass mittelfristig einiges auf die Stadt zukommen wird, um alle Brücken zu erhalten.
Grundsätzlich findet einmal pro Jahr eine einfache Sichtprüfung der Bauwerke statt, bei der größere Schäden erfasst werden. Alle drei Jahre gibt es eine intensivere Sichtprüfung, bei der auch einzelne Bestandselemente begutachtet werden. Alle sechs Jahre erfolgt eine Hauptprüfung durch einen externen Prüfingenieur. Danach wird eine Bewertung abgegeben, wie gut oder schlecht das Bauwerk dasteht.
Für Brücken rechnet man laut Frank mit einer Gesamtlebenszeit von 80 Jahren. „Nach 40 Jahren steht allerdings eine Komplettsanierung an, sonst wird die Gesamtlebenszeit nicht erreicht.“ In Herbrechtingen sind zwei Brücken älter als 61 Jahre und 13 Brücken im Alter zwischen 41 und 60 Jahren. Allerdings müssen nicht alle grundlegend erneuert werden, da sie über die Jahre immer wieder teilsaniert wurden. Dieter Frank: „Wir sind dabei, die Brücken laufend zu unterhalten und instand zu setzen, um sie möglichst lange zu erhalten.“
