Leserumfrage

HZ-Umfrage zeigt: Viele Heidenheimer verbringen ihre Freizeit außerhalb des Landkreises

Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden einer Umfrage der Heidenheimer Zeitung zum Freizeit- und Kulturangebot in Heidenheim verbringt ihre Freizeit mindestens regelmäßig lieber außerhalb des Landkreises. Wohin es sie besonders häufig zieht und warum:

Die Ferienzeit hat begonnen – und wer nicht gerade im Urlaub ist, hält Ausschau nach Freizeitangeboten in der Umgebung und möchte sich hier einen schönen Sommer machen. Eine HZ-Umfrage zum Freizeit- und Kulturangebot in Heidenheim zeigt: Viele Menschen weichen für ihre Freizeitgestaltung auf Angebote außerhalb des Landkreises aus – vor allem nach Ulm oder Aalen.

Knapp 450 Menschen haben an der nicht repräsentativen Umfrage teilgenommen. Dabei geht es unter anderem darum, wie Menschen ihre Freizeit verbringen, welche Angebote ihnen im Landkreis Heidenheim fehlen und wohin sie stattdessen ausweichen.

Mehr Außengastronomie und längere Café-Öffnungszeiten: zwei Aspekte, die sich Menschen aus dem Landkreis Heidenheim besonders häufig wünschen.

Ergebnis der HZ-Umfrage: Diese Kultur- und Freizeitangebote vermissen die Menschen im Landkreis Heidenheim

Welche Kultur- und Freizeitangebote fehlen im Landkreis Heidenheim? Knapp 450 Menschen haben an der HZ-Umfrage teilgenommen. Ihre Antworten zeichnen ein sehr deutliches Bild. Das sind die sechs wichtigsten Kritikpunkte und Wünsche:
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Landkreis Heidenheim
450 Teilnahmen

Der erste Teil der Auswertung beschäftigte sich mit den Kultur- und Freizeitangeboten, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort fehlen oder von denen es ihrer Meinung nach zu wenig gibt. Die Ergebnisse zeigen: Am häufigsten wird das Nachtleben genannt. Viele wünschen sich mehr Bars, Kneipen und Diskotheken – insbesondere die 18- bis 30-Jährigen. Aber auch generell fehlt es aus Sicht der Befragten an Cafés und gastronomischen Angeboten. Ebenfalls häufig genannt werden Kulturveranstaltungen sowie familienfreundliche Angebote wie Spielplätze oder Indoor-Spielplätze.

Die Umfrage zeigt außerdem: 46 Prozent der Befragten geben an, ihre Freizeit überwiegend im Landkreis Heidenheim zu verbringen. 33 Prozent verbringen sie hingegen primär außerhalb des Landkreises. Rund 20 Prozent geben an, beides etwa gleichermaßen zu nutzen. Damit verlassen mehr als die Hälfte der Befragten zumindest regelmäßig den Landkreis Heidenheim für Freizeitaktivitäten.

Viele zieht es nach Ulm

Mit Abstand am häufigsten wird Ulm als Ziel für Freizeitaktivitäten genannt. Rund 54 Prozent derjenigen, die ihre Freizeit überwiegend außerhalb des Landkreises verbringen, nennen die Donaustadt an erster Stelle. Bezogen auf alle Teilnehmer der Umfrage entspricht das knapp einem Viertel (24,8 Prozent). Dahinter folgt Aalen. Ebenfalls häufig genannt werden größere Städte wie Stuttgart, Augsburg oder München. Andere zieht es dagegen eher ins Allgäu, an den Bodensee oder etwa in den Schwarzwald.

Der höchste Anteil derjenigen, die ihre Freizeit überwiegend außerhalb des Landkreises verbringen, findet sich bei den 30- bis 35-Jährigen. 49 Prozent dieser Altersgruppe geben das an. Bei den 25- bis 29-Jährigen sind es 30 Prozent, bei den 19- bis 24-Jährigen 34 Prozent.

Warum Ulm und Aalen – neben ihrer direkten Nähe zu Heidenheim – so beliebt sind, zeigen die offenen Antworten der Befragten. Für Ulm ist dort etwa von einer „schönen Innenstadt und tollen Lokalitäten“ die Rede. Andere Städte werden genannt, weil sie „deutlich attraktiver für die junge Generation sind“. Die Antworten machen deutlich: Viele Menschen suchen für ihre Freizeit vor allem eine größere Auswahl an Angeboten und nehmen dafür auch längere Wege in Kauf.