Als er auf dem Boden der Michaelskirche liegt und die letzten Einstellungen bei seiner Kamera vornimmt, um die beiden Kunstradfahrer Sonja Stalter und Torben Staudenmaier in Aktion zu fotografieren, wird Rudi Penk klar, dass dieser 22. Juli 2025 lange nachhallen wird. Der HZ-Fotograf gibt letzte Anweisungen, dann fahren Stalter/Staudenmaier los. Immer wieder werden neue Einstellungen ausprobiert. Der Spaß daran, etwas Besonderes zu erschaffen, ist den beiden Sportlern vom RKV Hebrechtingen und Penk anzusehen.

Wenn es um Lokalsport geht, ist der Fotograf oft in Hallen unterwegs, natürlich auch beim Fußball. Doch an diesem Tag geht es um Kunst auf Rädern. Obwohl spektakulär, ist Kunstradfahren auch im Landkreis Heidenheim eine Randsportart. Daher entstand in der HZ-Sportredaktion zusammen mit Rudi Penk die Idee, die Sportart aus der Turnhalle herauszuholen und im städtischen Alltag zu integrieren und das Kunstrad-Paar Sonja Stalter und Torben Staudenmaier an ungewöhnlichen Orten fahren zu lassen: in der Michaelskirche, dem Kunstmuseum und der Stadtbibliothek. Das preiswürdige Resultat eines knapp zweistündigen Fotoshootings erscheint am 26. Juli 2025 als Doppelseite in der gedruckten Ausgabe der Heidenheimer Zeitung. Im Online-Artikel auf der Homepage wird zudem auch ein Video eingebettet.

Knapp neun Monate später heißt’s für Rudi Penk und den verantwortlichen HZ-Sportredakteur Edgar Deibert: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Penk hatte den Beitrag beim deutschlandweit ausgeschriebenen Veltins-Lokalsportpreis in der Kategorie „Bild“ eingereicht – und kam damit auf den 2. Platz. In den drei Kategorien Print, Bild und Online waren aus ganz Deutschland 150 Beiträge eingereicht worden.

„Im Landkreis Heidenheim dominieren ja Sportarten wie Fußball und Handball. Wir wollten fürs Kunstradfahren als Randsportart mehr Aufmerksamkeit erzeugen. Ich denke, dass uns das ganz gut gelungen ist“, erklärte Penk gestern im Rahmen der Preisverleihung. Ihm war es allerdings wichtig, zu betonen, dass es eine Teamarbeit war. „Von der Ideenfindung mit der Sportredaktion und dem Fototermin bis zur Gestaltung der Doppelseite durch Simone Künzer. Das hat richtig Spaß gemacht“, so der 37-Jährige.

Auch Sonja Stalter und Torben Staudenmaier zeigten sich begeistert. „Wir freuen uns, dass wir Teil dieses Projekts sein durften. Die Zusammenarbeit mit Rudi hat sehr viel Spaß gemacht. Wir gratulieren ihm zu diesem tollen Erfolg. Und umso schöner ist es, dass dadurch unsere Sportart mehr Aufmerksamkeit bekommt“, so das Kunstrad-Paar.
Das ist einfach eine sehr gute Gemeinschaftsarbeit. Und das ist das, was mir eigentlich am wichtigsten ist. Danke an alle.
Martin Wilhelm, Verleger der Heidenheimer Zeitung
Martin Wilhelm war als Vorstandsmitglied des Verbands Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien in Berlin dabei. „Mich freut es unheimlich, dass wir so gute Mitarbeiter haben, die es immer wieder schaffen, dass wir solche Erfolge auch im Vergleich und im Wettbewerb mit anderen Zeitungsverlagen erzielen“, sagte der Verleger der Heidenheimer Zeitung und fügte an: „Für mich persönlich ist es mindestens der zweite Platz. Es sind ganz tolle Fotos. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass man auf so eine gute Idee kommt, dass das Team da so gut zusammenarbeitet und sehr gute Unterstützung bekommt. Das ist einfach eine sehr gute Gemeinschaftsarbeit. Und das ist das, was mir eigentlich am wichtigsten ist. Danke an alle.“
Über den Lokalsportpreis
Der Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien e.V. schreibt in Zusammenarbeit mit der Brauerei C. & A. Veltins den Veltins-Lokalsportpreis aus. Dieser soll engagierte Lokalsportjournalisten auszeichnen, „die durch ihre Berichterstattung zur Steigerung der Attraktivität ihrer lokalen Zeitungsausgaben und deren Online-Auftritte beitragen“, heißt es in den Statuten. Und weiter: „Gewürdigt werden vorbildliche Arbeiten in Wort, Bild und Online, die durch journalistisches Gespür, Themenwahl und Recherche den Qualitätsjournalismus im Lokalsport fördern, aber auch neue lesernahe Impulse geben.“ Gestern wurden die Preise zum 23. Mal vergeben.
HZ-Volontär Jan Beigelbeck hatte 2024 für seine Berichterstattung über den FCH („Heimspielorakel“) Platz eins in der Kategorie „Online“ belegt.


