Handball-Verbandsliga

41:36 gegen den SV Fellbach: Warum SHB-Trainer Schmid trotz des spektakulären Sieges hadert

77 Tore, ein Heimsieg und trotzdem ein nachdenklicher Trainer: Die SG Herbrechtingen/Bolheim gewinnt gegen den SV Fellbach mit 41:36. Warum Sebastian Schmid nach dem Offensivspektakel nicht nur zufrieden ist.

Wenn die Verbandsliga-Handballer der SG Herbrechtingen/Bolheim zu Hause spielen, gibt es reichlich Tore. Nach den 47 Treffern im vergangenen Heimspiel legte die SHB gegen den SV Fellbach erneut offensiv nach. Beim 41:36-Erfolg fielen insgesamt 77 Tore. Die Zahlen nach sechs Spieltagen sprechen für sich: Mit 204 Treffern stellt die SHB die beste Offensive der Verbandsliga, mit 195 Gegentoren allerdings auch die zweitschwächste Abwehr. Trainer Sebastian Schmid wusste hinterher nicht so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte.

Unter der Woche hatte es noch nach einer schwierigen Aufgabe ausgesehen. „Ich habe bisher gerade mal zwei Rückraumspieler zur Verfügung“, sagte Schmid am Mittwoch. Zahlreiche Spieler waren angeschlagen oder grippekrank und konnten kaum trainieren. Gegen die Fellbacher stand schließlich doch eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Feld, auch wenn einige auf die Zähne beißen mussten. Sogar Routinier und Aufstiegsheld Martin Mäck schnürte die Handballschuhe, um auszuhelfen.