Er war weg. Tatsächlich. Aber irgendwie auch nicht. Kein Wunder, schließlich war Daniel Mack siebeneinhalb Jahre Trainer der SG Heldenfingen/Heuchlingen. Der Herbrechtinger führte die Spielgemeinschaft vom Abstiegskampf in der Kreisliga A3 in die Bezirksliga – und etablierte sie hier als Spitzenteam. Nach der vergangenen Saison sagt Mack schweren Herzens Servus – vor allem, weil er sich ausgebrannt fühlte.
Der SG Heldenfingen/Heuchlingen blieb der 44-Jährige aber natürlich verbunden – und beerbte im November 2025 seinen zurückgetretenen Nachfolger Jochen Holl. Genauso wie das schnelle Comeback überraschend kam, kann dies weniger überraschen: Mack bleibt auch nach den angedachten zwei Spielen als Aushilfstrainer, die jeweils gewonnen wurden, mindestens bis zum Coach der SG. „Es war eine Entscheidung mit dem Herzen. Und das sagt: Ja, ich bin dabei“, sagt der neue, alte Trainer, den mit der Spielgemeinschaft mehr als nur Fußball verbindet. „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit“, betont Mack.

Doch er hängt nicht nur an den Spielern, sondern auch an Vereinsverantwortlichen, wie Michael Grüner. Zum Abteilungsleiter des SV Heldenfingen hat Mack ein freundschaftliches Verhältnis. „Eigentlich hat nur ein gegenseitiges Kopfnicken gereicht“, scherzt Grüner über die „Vertragsverlängerung“, die nicht vieler Worte bedurfte. „Dani und ich ticken ähnlich. Für ihn ist es sein Heimatverein. Jetzt sind wir wieder vereint.“
Bei der SG Heldenfingen/Heuchlingen hatte Daniel Mack nach der vergangenen Saison unter anderem deshalb aufgehört, weil er sich erschöpft fühlte. Und auch, weil er Selbstzweifel hatte, wie er sagt. Neue Energie habe er dann durch sein Engagement als Trainer der U16 des FC Gundelfingen getankt. „Ich habe richtig viel Positives in den letzten Monaten rausziehen können“, freut sich Mack. Und er bleibt auch weiterhin Coach in Gundelfingen. Dies sei ein Wunsch seiner Frau Jasmin gewesen. „Sie hat gesagt, dass ich dort nicht aufhören darf. Auch, weil sie weiß, dass die Jungs mir ans Herz gewachsen sind“, so Daniel Mack.
Natürlich habe er Respekt vor der künftigen Doppelbelastung und wisse, dass er sich auch Pausen gönnen muss. „Aber ich habe jetzt ein anderes Selbstbewusstsein und gehe gestärkt in die kommenden Monate und freue mich auf beide Teams“, sagt Daniel Mack – und schiebt gut gelaunt nach: „Ich bin wieder da.“
Josip Mikitek kommt von der TSG Hofherrnweiler
Wenn die SG Heldenfingen/Heuchlingen am 25. Januar mit der Wintervorbereitung startet, wird mit Josip Mikitek auch ein neuer Spieler dabei sein. Der 28-Jährige gehörte bislang dem Verbandsliga-Kader der TSG Hofherrnweiler an (15 Einsätze). Dessen Verpflichtung hat nichts mit Daniel Mack zu tun. Den Kontakt zum Innenverteidiger hatte Nenad Dedic hergestellt, der zusammen mit Mikitek beim SV Neresheim gespielt hatte.
Als Tabellenneunter hat Heldenfingen/Heuchlingen bislang 20 Punkte gesammelt. „Damit können wir nicht zufrieden sein“, sagt Abteilungsleiter Michael Grüner. Daniel Mack betont, dass es zunächst darum gehen wird, so schnell wie möglich 20 weitere Punkte zu holen, um den Klassenerhalt möglichst schnell zu sichern. Ein wenig Tiefstapelei gehört zum Geschäft.


