Vier Tore in fünf Spielen: Wie Torhüter Matthias Nannt von der SG Heldenfingen /Heuchlingen über sich als Stürmer scherzt
Der erste Anruf von der Zeitung ist Matthias Nannt sichtlich unangenehm. Der 31-Jährige hatte sein zweites Tor für die zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft Heldenfingen/Heuchlingen erzielt. Eigentlich nichts Besonderes, allerdings ist Nannt gelernter Torhüter. Aufgrund einer Schulterverletzung hilft er allerdings auf einer ungewohnten Position aus: im Sturm. Aufgrund der Verletzungsmisere bei der SG fehlen bei der „Zweiten“ in der Kreisliga B4 Spieler. Nannt ist gerne eingesprungen, wie er sagt. Schließlich will er seinem Verein helfen. Zudem braucht er auf diese Weise nicht auf Fußball zu verzichten.
Ganz der Teamplayer weicht Matthias Nannt allerdings der ersten HZ-Anfrage aus. Ja, er hat getroffen. Allerdings seien es zum einen Abstaubertore gewesen. Zum anderen traf er zum 2:10-Endstand gegen Unterkochen II und zum 1:6-Endstand gegen den TKSV Giengen. Dafür möchte er sich nicht feiern lassen. Allerdings lässt der Dettinger eine Hintertür offen: „Wenn ich noch zwei Tore mache und unsere beiden Mannschaften gewinnen, können wir uns noch einmal unterhalten.“ Eher unrealistisch, allerdings sollte es genauso so kommen.
