Zwei Trainer, eine Geschichte

Wie sich die Wege von Frank Schmidt und Torsten Lieberknecht seit drei Jahrzehnten kreuzen

Schon seit mehr als drei Jahrzehnten kreuzen sich immer wieder die Wege von Heidenheims Trainer Frank Schmidt und dem aktuellen Kaiserslautern-Coach Torsten Lieberknecht. Was die beiden am Freitag wieder aufeinandertreffenden Trainer erlebt haben und was sie voneinander halten.

Als Jugendliche spielten sie zusammen in der Auswahl, als Trainer trafen sie immer wieder mit ihren Mannschaften aufeinander. FCH-Coach Frank Schmidt und Kaiserslauterns aktueller Trainer Torsten Lieberknecht verbindet einiges.

„Das ist schon Wahnsinn. Torsten und ich kennen uns seit der U-15-Nationalmannschaft, haben da das erste Mal zusammen gespielt, dann bei der U-20-WM in Australien. Als Trainer hatten wir unfassbar viele Duelle“, erinnert sich Schmidt. Das Verhältnis ist gut, auf dem Platz geht es aber natürlich nur um Punkte. „Wenn man sich sieht, dann freut man sich. Bei uns gab es immer Nettigkeiten, wir sind aber auch ehrlich und geradeaus“, sagt Schmidt und erinnert sich: „Beim letzten Spiel, als er hier war, hat es auch mal richtig geknallt. Das Schöne ist: Keiner ist nachtragend. Danach nehmen wir uns wieder in die Arme.“

Respekt und Rivalität auf dem Platz

Lieberknecht beschreibt ein Verhältnis, das von Respekt und einer freundschaftlichen Basis geprägt ist. „Wenn einer Rat oder Hilfe braucht, kann er den anderen anrufen“, sagt der FCK-Coach und amüsiert sich heute noch bei den Fotos von der U-20-WM: „Schmidt stand damals neben einem Känguru. Das Känguru viel größer als er, aber er konnte höher springen.“

Als Lieberknecht bei Eintracht Braunschweig war, konnten Schmidts Teams kaum punkten, als der ein halbes Jahr ältere Trainerkollege später den MSV Duisburg und den SV Darmstadt betreute, wendete sich das Blatt. „Es gab eine Zeit, da war ich mit meiner Mannschaft sein Angstgegner. Es hat sich dann gedreht“.

Nun möchte Lieberknecht erneut eine Wende einleiten. Die Zeit sei reif, mit seiner Mannschaft in Heidenheim wieder erfolgreicher zu sein als bei den jüngsten Begegnungen, erklärt der Lauterer Coach bei der Pressekonferenz vor dem Spiel. Für den FCK wäre ein Sieg auf dem Schlossberg eine Premiere. In fünf Zweitliga-Gastspielen beim FCH holten die Pfälzer bislang zwei Unentschieden und kassierten drei Niederlagen.