Warum im katholischen Dekanat Heidenheim aus 26 Kirchengemeinden eine einzige wird
Den katholischen Kirchengemeinden im Dekanat stehen große strukturelle Änderungen bevor. Wie aus einer Pressemitteilung des Dekanats hervorgeht, werden sich nach derzeitigem Arbeitsstand die Kirchengemeinden im Dekanat Heidenheim künftig zum größten Teil zu einer neuen Kirchengemeinde zusammenschließen. Ausnahme bildet die Seelsorgeeinheit Härtsfeld, die sich voraussichtlich mit der Seelsorgeeinheit Neresheim des Dekanat Ostalb zusammenschließen wird. Die neue Kirchengemeinde des größeren Teils des Dekanats würde aktuell rund 29.000 Mitglieder umfassen.
Im Frühjahr 2025 haben Bischof Dr. Krämer und der Diözesanrat – das oberste Leitungsgremium mit gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus der ganzen Diözese – den Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ gestartet. Anlass dafür sind zentrale Herausforderungen wie rückläufige Mitgliederzahlen, steigende Kosten, sinkende Finanzmittel und weniger pastorales Personal. Ziel des Programms „Seelsorge in neuen Strukturen“ ist es, den veränderten pastoralen Anforderungen gerecht zu werden, die rückläufigen Finanz- und Personalressourcen zukunftsfähig zu verwenden und pastorales Personal und Ehrenamtliche von Verwaltungsaufgaben zu entlasten. Hierzu werden aus den aktuellen 1.020 Kirchengemeinden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bis zum Jahr 2030 50 bis 80 neue Kirchengemeinden durch Union gebildet.
Was der „Referent für neue Wege“ in den evangelischen Kirchengemeinden im Kreis Heidenheim bewegen will
Jörg Kresse ist beim evangelischen Kirchenbezirk zuständig für umwälzende Veränderungen in den Kirchengemeinden. Das sind seine Aufgaben und Ziele.26 Gemeinden haben votiert
Die 26 Kirchengemeinden im Katholischen Dekanat Heidenheim hatten wie alle Kirchengemeinden der Diözese bis zum 20. September 2026 Zeit, ihre Voten zur Umschreibung der neuen Kirchengemeinden abzugeben. Nach der Abgabe der Voten der Kirchengemeinden und der Stellungnahmen der Steuerungsgruppen werden diese nun in den diözesanen Gremien weiter bearbeitet. Am 10. Oktober wurde bereits der Diözesanrat über den aktuellen Arbeitsstand zur Umschreibung der neuen Kirchengemeinden informiert. Es zeichnet sich derzeit ab, dass das gesetzte Ziel von maximal 80 neuen
Kirchengemeinden in der Diözese eingehalten werden kann.
2027 geht das Programm „Seelsorge in neuen Strukturen“ mit Starttagen für Haupt- und Ehrenamtliche in die nächste Phase: die Bildung der neuen Kirchengemeinden. Bis zur Errichtung der neuen Kirchengemeinden zum 1. Januar 2030 wird in den kommenden Jahren in den neuen Kirchengemeinden, begleitet durch das Dekanat, eine Gründungsvereinbarung erarbeitet, deren Herzstück eine Pastoralkonzeption zum Start der neuen Kirchengemeinde sein wird.
