Transformationsprozess in der Kirche

Was der „Referent für neue Wege“ in den evangelischen Kirchengemeinden im Kreis Heidenheim bewegen will

Jörg Kresse ist beim evangelischen Kirchenbezirk zuständig für umwälzende Veränderungen in den Kirchengemeinden. Das sind seine Aufgaben und Ziele.

Wie werden die evangelischen Kirchengemeinden im Landkreis in fünf Jahren dastehen? Wie werden sie strukturiert sein, welche Aufgaben können sie noch übernehmen, und vor allen Dingen: Wer wird welche Aufgaben übernehmen? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigen sich nicht nur viele engagierte Gemeindemitglieder vor Ort, sondern auch Jörg Kresse. Er ist seit einem halben Jahr als „Referent für neue Wege“ beim evangelischen Kirchenbezirk dafür zuständig, die einzelnen Gemeinden bei einem Transformationsprozess zu begleiten und zu betreuen, der sicherlich der größte seit vielen Jahrzehnten ist. Der Hintergrund ist einfach: Es gibt immer weniger Gemeindemitglieder, immer weniger Menschen, die Gottesdienste besuchen, und immer weniger Pfarrstellen. „Deshalb müssen wir dringend handeln, so wie bisher kann es nicht weitergehen“, sagt Kresse mit Überzeugung: „Wir befinden uns in einer Zeit der Veränderung, und diese Veränderung muss auch die Kirche mitgehen.“

„Wenn die Kirche ehrlich ist, muss sie sich eingestehen, dass sie es sich nicht leisten kann, Gebäude zu besitzen, die an sechs Tagen die Woche leerstehen und am Sonntag von zehn Menschen besucht werden“, so Kresse. Damit spricht er an, dass auch der Immobilienbestand reduziert werden muss, auch hierfür ist er zuständig. Landesweit sollen mehr als 30 Prozent der kircheneigenen Immobilien verkauft oder anderweitig genutzt werden, das betrifft natürlich auch den Landkreis Heidenheim.