Geplante Pflegereform

Welche Sorgen ambulante Betreuungsdienste, Pflegebedürftige und Angehörige jetzt haben

Die Bundesregierung plant eine Reform, die massive Auswirkungen auf die häusliche Pflege haben könnte. Maddalena Lacalaprice-Schwalenberg führt den ambulanten Betreuungsdienst „Dahoim isch oifach schee“ in Niederstotzingen. Sie erklärt, was auf sie, ihre Mitarbeiter, ihre Klienten und deren Angehörige zukommen könnte.

Vor fünf Jahren eröffnete Maddalena Lacalaprice-Schwalenberg ihren ambulanten Betreuungsdienst „Dahoim isch oifach schee“ in Niederstotzingen. Damals noch ohne ein festes Büro, alleine mit der Unterstützung von ein paar Minijobbern. Heute beschäftigt der Betreuungsdienst mit eigenem Büro an der Großen Gasse 25 ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreut Klienten sowohl im Landkreis Heidenheim als auch im Landkreis Günzburg. Der Bedarf, sagt Lacalaprice-Schwalenberg, sei absolut da. Dennoch macht sie sich Sorgen.

Grund dafür ist die geplante Pflegereform der Bundesregierung. Dieses sogenannte Pflegeneuordnungsgesetz wurde im September vom Bundeskabinett beschlossen und soll im Herbst durch den Bundestag und Bundesrat gehen. Für ambulante Pflegedienste, ambulante Betreuungsdienste sowie für Pflegebedürftige und deren Angehörige bringt dieses Gesetz einiges an Unsicherheiten mit sich.