Bizarre Vorkommnisse

Vor diesen Kuriositäten auf den Straßen im Ländle wurde 2025 gewarnt

Der Verkehrswarndienst hat im vergangenen Jahr 63.170 Verkehrs- und Gefahrenmeldungen in Baden-Württemberg abgesetzt. Darunter sind «bizarre Vorkommnisse», wie das Innenministerium sie nennt.

Ein Pfau, 500 Schafe, ein entlaufener Nandu – aber auch eine verloren gegangene Laderampe, eine Photovoltaik-Anlage und mehrere Bierkisten auf den Straßen im Südwesten: Der Verkehrswarndienst Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr nach Angaben des Innenministeriums so manch „bizarres Vorkommnis“ vermeldet. Darunter war auch ein Unfall.

Polizeieinsatz wegen herrenlosen Hundes

In Ehingen an der Donau (Alb-Donau-Kreis) habe ein Auto ein aus einem Zirkus entlaufenes Kamel erfasst, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit. „Die Bilanz: Das Kamel musste zum Tierarzt, das Auto wurde erheblich beschädigt, der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.“

Eine kuriose Situation habe es an der Bundesstraße 10 zwischen Ebersbach an der Fils (Landkreis Göppingen) und Reichenbach an der Fils (Landkreis Esslingen) gegeben: Mehrere besorgte Verkehrsteilnehmer meldeten der Mitteilung zufolge einen herrenlosen Hund am Fahrbahnrand. Vor Ort habe sich herausgestellt, dass ein größeres Plüschtier an einen Zaun gebunden gewesen sei. Eine Streifenwagenbesatzung habe den vermeintlichen Hund zum Polizeirevier gebracht.

Holzhütte auf der Fahrbahn

Insgesamt hat die Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst 2025 im Schnitt rund 173 Verkehrs- oder Gefahrenmeldungen pro Tag abgesetzt, wie Strobl berichtete. Dabei geht es auch um Staus wegen Baustellen oder nach Unfällen. 

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, setzt die Polizei im Landkreis Heidenheim gezielt auf Kontrollen, so wie hier auf dem Festplatz im vorigen Jahr.

Deutlich mehr Verletzte auf den Straßen im Landkreis Heidenheim

Die Zahl der Unfälle mit Verletzten im Landkreis Heidenheim ist voriges Jahr um 13 Prozent gestiegen. Vor allem Radfahrer und junge Erwachsene verunglückten häufiger, zudem gab es deutlich mehr Drogenunfälle. Das zeigt die Unfallstatistik für das Jahr 2025, die die Polizeidirektion Ulm am Donnerstag veröffentlicht hat.
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Heidenheim
Unfallstatistik 2025

In Summe seien es 63.170 Verkehrs- oder Gefahrenmeldungen gewesen und damit einige Hundert weniger als im Vorjahr – aber ein paar Tausend mehr als in den Jahren 2022 und 2023. Die Mehrzahl betraf demzufolge Autobahnen. Unter allen Meldungen stieg die Zahl jener, in denen es um Tiere ging, 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 3.856 (2024: 3.750).

Die Gefahrenmeldungen über Gegenstände nahmen ebenfalls zu – auf 33.653 nach 31.891 im Jahr 2024. Auf der Bundesstraße 290 bei Crailsheim (Landkreis Schwäbisch Hall) meldete der Verkehrswarndienst sogar eine Holzhütte auf der Fahrbahn. „Diese Fälle zeigen, wie wichtig eine korrekte Ladungssicherung ist“, mahnte Strobl. „Sichern Sie auch bei kurzen Strecken Ihre Ladung richtig, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet und Unfälle vermieden werden.“