Für Schakal und Leopard

Hensoldt erhält 400-Millionen-Auftrag für digitale Panzer-Optronik

Hensoldt hat mehrere Großaufträge zur Ausstattung von Kampf- und Schützenpanzern erhalten. Ein wesentliches Merkmal beider Programme ist die Umstellung auf digitale Technologien.

Der Rüstungskonzern Hensoldt hat von der niederländischen Holding KNDS mehrere Großaufträge zur Ausstattung von Kampf- und Schützenpanzern erhalten. Das Gesamtvolumen umfasse mehr als 400 Millionen Euro. Ausgestattet werden Radschützenpanzer vom Typ Boxer RCT 30, genannt „Schakal“ sowie Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A8, teilt das Unternehmen mit.

Im Mittelpunkt stehe ein Auftrag zur Ausstattung des „Schakals“. Der Vertrag umfasse ein Volumen von rund 290 Millionen Euro. Hensoldt liefert hierfür insgesamt 288 Sätze digitaler Optronik für das Fahrzeug. Jeder Satz beinhaltet mehrere digitale Sichtgeräte, Schutzsysteme sowie die zugehörigen Monitore zur Darstellung der Videostreams.

Parallel zu dem Schakal-Programm wurde Hensoldt mit einem weiteren Auftrag zur Ausstattung des Kampfpanzers Leopard beauftragt. Dieser umfasst die Lieferung von 178 Sätzen an Zusatzvisieren, Sensorköpfen, Wärmebildgeräten und einem Entfernungsmess- und Einschießsystem. Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 110 Millionen Euro. Insgesamt wird Hensoldt damit 301 Sätze digitaler Sichtsysteme für die deutsche Leopard-Flotte bereitstellen.

Nach Darstellung des Unternehmens sei ein wesentliches Merkmal beider Programme die Umstellung auf digitale Optronik. Die eingesetzten Sichtsysteme seien als smarte, softwarefähige Sensoren ausgelegt. Sie leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung des Gefechtsfeldes im Sinne einer Steigerung der Kampfkraft und Überlebensfähigkeit von Fahrzeug und Besatzung und unterstützen den Wandel hin zu softwaregestützten, interoperablen und vernetzten Gefechtsfahrzeugen, heißt es weiter. Die Auslieferung der Sensor-Pakete solle ab 2027 beginnen.

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