Mutmaßlicher Erpresser bei geplanter Geldübergabe auf Parkplatz in Königsbronn festgenommen
Wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Polizei mitteilen, wurde Anfang Oktober ein mutmaßlicher Erpresser in Königsbronn festgenommen. Spezialkräfte der Polizei ergriffen bereits am Freitag, 2. Oktober, einen 49-Jährigen bei einer geplanten Geldübergabe. Dieser hatte sich mit einem 60 Jahre alten Mann zur Übergabe eines Geldbetrags in einem unteren sechsstelligen Bereich auf einem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes in Königsbronn verabredet. Gegen 19 Uhr erschien der Tatverdächtige vor Ort und konnte hierbei durch Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz bei der Geldübergabe widerstandslos festgenommen werden. Er wurde bei der Festnahme nicht verletzt.
Opfer über mehrere Tage in Gebäude in Italien festgehalten
Der geschädigte Mann soll im Vorfeld von dem 49-jährigen Tatverdächtigen, einer 50-jährigen Frau und weiteren Tatbeteiligten über mehrere Tage in einem Gebäude in Italien festgehalten und erpresst worden sein. Hierbei wurden ihm auch erhebliche Verletzungen zugefügt. Nachdem ihm Geldtransfers auf Täterkonten abgenötigt worden waren, wurde er anschließend in Italien freigelassen. Gleichzeitig wurde von ihm noch die Zahlung eines sechsstelligen Betrages gefordert und die Geldübergabe in Königsbronn vereinbart.
Der bei der Geldübergabe festgenommene Mann aus dem Landkreis Heidenheim wurde am Samstag, 3. Oktober, dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Ellwangen wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl. Er wurde anschließend in eine Haftanstalt verbracht.
Ebenfalls am Samstag, 3. Oktober, konnte die 50 Jahre alte Tatverdächtige durch die Polizei in Italien festgenommen werden. Gegen sie wurde ein europäischer Haftbefehl vollstreckt. Das Auslieferungsverfahren gegen die Frau dauert derzeit an.
Im Rahmen der laufenden Ermittlungen wurden am Freitagmorgen, 9. Oktober, bei zwei weiteren Tatverdächtigen Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt. Beide wurden nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Polizei auch zu den Hintergründen dauern an.
