Nach Zoll-Hürde

Musiksommer Königsbronn: Koto und Gitarre mit Musik aus Japan und Europa

Kako Yamasaki und Tatjana Engling geben am Sonntag, 16. August, ein besonderes Konzert in der Zanger Dorfkirche. Die Koto-Spielerin und die Gitarristin präsentieren Musik von Bach, aus Japan, dem Impressionismus und den Ghibli-Filmen – nachdem ihr Auftritt im vergangenen Jahr kurzfristig an der Einfuhr der Koto gescheitert war.

Zu einem besonderen Konzert lädt der Musiksommer Königsbronn gemeinsam mit der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Königsbronn-Zang am Sonntag, 16. August, um 19 Uhr in die Zanger Dorfkirche ein. Kako Yamasaki an der Koto und Tatjana Engling an der Gitarre präsentieren solistisch und als Duo Werke von Johann Sebastian Bach, Musik des Impressionismus, klassische japanische Musik sowie Musik aus den japanischen Ghibli-Filmen.

Von Hiroshima nach Zang

Kako Yamasaki und Tatjana Engling lernten sich während ihres Masterstudiums an der Elisabeth University of Music in Hiroshima, Japan, kennen. Dort musizierten und konzertierten sie in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen, unter anderem auch als Duo.

Dass das Konzert nun tatsächlich stattfinden kann, ist keine Selbstverständlichkeit. Bereits für 2025 war das Konzert geplant, musste damals jedoch an den deutschen Zollbestimmungen scheitern. Grund dafür war die Koto, ein traditionelles japanisches Saiteninstrument von etwa zwei Metern Länge mit 13 Saiten. Diese sind über bewegliche und veränderbare Stege gespannt. Das Koto wird traditionell aus Paulownienholz gefertigt. In Deutschland hat diese einzige Gattung der Blauglockenbaumgewächse den Status einer potenziell invasiven Art.

Das japanische Koto-Instrument gibt es am 17. August leider nicht in Zang zu hören.

Wegen Zollschwierigkeiten: kein japanisches Koto-Instrument beim Königsbronner Musiksommer

Das japanische Koto-Instrument hätte am 17. August im Rahmen des Königsbronner Musiksommers in Zang erklingen sollen. Nach Problemen mit dem Zoll kam es nun allerdings zu einer Besetzungsänderung.
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Zang
Konzert in Zang

Im zweiten Anlauf klappt es

Im vergangenen Jahr reichte die Zeit nicht aus, um die deutschen Behörden davon zu überzeugen, dass von dem Musikinstrument keine Gefahr ausgeht. Inzwischen ist die erforderliche Einfuhrgenehmigung erteilt – und dem Konzert steht nichts mehr im Wege.

Die Geschichte der Koto reicht in Japan bis ins 8. Jahrhundert zurück. Das Instrument war zunächst vor allem in der Kultur am Kaiserhof bekannt und erfreut sich aufgrund seiner musikalischen Flexibilität auch in der modernen japanischen Musik großer Beliebtheit. Dank der beweglichen Stege lässt sich die Koto sowohl auf asiatische als auch auf westliche Stimmungen einstellen. Gespielt wird sie ähnlich wie eine Zither. Der Eintritt zum Konzert in der Zanger Dorfkirche ist frei. Spenden sind willkommen.