Wie das Hermaringer Haushaltsloch gestopft wird
Als Hermaringens Kämmerin Karin Wilhelmstätter in der Juli-Sitzung des Gemeinderates dem Gremium den Finanzzwischenbericht präsentierte, hatte sie schlechte Nachrichten zu verkünden: bei der Gewerbesteuer ein Minus von etwa 600.000 Euro und bei den geplanten Einnahmen aus Grundstücksverkäufen einen Nichterlös in diesem Jahr in Höhe von etwa 800.000 Euro.
Da sich dadurch der Fehlbetrag im Haushalt von ursprünglich kalkulierten 1,3 Millionen Euro auf 1,9 Millionen Euro vergrößerte, war der erst im April genehmigte Haushalt plötzlich Makulatur. „Ein Nachtragshaushalt war deshalb alternativlos“, erläuterte Wilhelmstätter. Notwendig wird ein solcher Nachtragshaushalt bei Gemeinden der Größe Hermaringens, wenn der Fehlbetrag über der Marke von drei Prozent der ordentlichen Aufwendungen liegt. Im Falle von Hermaringen war er auf 7,5 Prozent angewachsen.
