Leserbrief

Heimische Künstler sind im Heidenheimer Kunstmuseum viel zu schwach vertreten

Leserbrief zur Heidenheimer Museumsnacht

Die Heidenheimer Museumsnacht war ein schöner, großer Erfolg. Alle gebotenen Veranstaltungen waren sehr gut besucht. Die beiden tollen Oldtimer-Busse waren häufig vollständig besetzt. Prima, dass sie integriert waren. Diese sehr positiven Erfahrungen könnten zu der Überlegung führen, ob die gelungene Museumsnacht nicht jährlich veranstaltet werden sollte. Erfolg gibt immer recht.

Schade nur, dass Frau Maiwald in ihrer Amtszeit die Vielfältigkeit der Kunst extrem einseitig mit Steuergeldern ausgestattet hat. Die Heidenheimer Opernfestspiele wurden gegenüber anderen Kunstrichtungen extrem bevorzugt. Opernfestspiele, die ebenfalls qualitativ sehr gut sind, können völlig störungsfrei mit einem gedeckelten Steuergeldzuschuss von einer Million Euro pro Jahr weiterhin hervorragend durchgeführt werden. Auch die leeren Stadtkassen hätten den Gemeinderat zu einer Deckelung führen müssen. Jetzt hat der neue Bürgermeister Johannes Krombach-Champiomont die Möglichkeit, Fehler der Vergangenheit geradezurücken.

Auffallend ist, dass die heimischen Künstler im Kunstmuseum viel zu schwach vertreten sind. Der Großraum Heidenheim hat über 700 heimische Künstler mit vielfältiger, guter Ausrichtung. Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Auch diesen Punkt könnte Johannes Krombach-Champiomont beherzter angehen.

Ich wünsche der Stadt Heidenheim eine gerechtere Verteilung der Finanzmittel für alle Kunstsparten. Diese sind in Heidenheim vielfältig und leicht zu finden.

Horst Widmayer, Heidenheim