Saisonübliche Entwicklung

Weshalb in Ostwürttemberg die Zahl der Arbeitslosen im Juli 2026 gestiegen ist

In der Region Ostwürttemberg ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli 2026 angewachsen. Das ist der Grund:

In Deutschland gibt es wieder mehr als drei Millionen Arbeitslose. Auch in der Region Ostwürttemberg war im Juli ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Stefan Schubert, Vorsitzender der Geschäftsführung der auch für Heidenheim zuständigen Agentur für Arbeit in Aalen, nannte bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen die jüngste Entwicklung „saisonal bedingt“.

Ende Juli waren im Bezirk der Agentur für Arbeit (Landkreis Heidenheim und Ostalbkreis) 11.695 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 446 mehr als im Juni und 582 mehr als vor einem Jahr. Die meisten Arbeitslosen waren mit 4096 in Heidenheim registriert (Juni: 4031). In Schwäbisch Gmünd waren es 3800 (3582), in Aalen 2561 (2481), in Ellwangen 617 (581), in Bopfingen 621 (574). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung sind, sank von 3711 auf 3702. Das entspricht einer Quote von 31,7 Prozent.

Arbeitslosenquote gestiegen

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg in der Region von 4,3 auf 4,5 Prozent. In Schwäbisch Gmünd legte sie von 4,7 auf 4,9, in Bopfingen von 3,8 auf 4,1, in Aalen von 3,8 auf 3,9, in Ellwangen von 2,3 auf 2,4 Prozent zu. In Heidenheim blieb sie mit 5,3 Prozent unverändert.

Im Juli nahmen in der Region 682 Personen aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf. Gleichzeitig meldeten sich 1087 im Anschluss an eine Anstellung arbeitslos. Das waren 305 mehr als im Juni.

Trotz des hohen Interesses an der Sparte Consumer Batteries, wird man auch in Dischingen mit Sorgen in die Zukunft blicken müssen.

Worst-Case eingetreten: Varta AG stellt Insolvenzanträge

Nach den Meldungen über eine mögliche Zerschlagung des Batteriegiganten Varta wird im Laufe des Freitags traurige Gewissheit vermeldet: Der Ellwanger Konzern meldete gleich mehrere Insolvenzanträge an:
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Ellwangen
Paukenschlag

Der stärkste Anstieg war bei den unter 25-Jährigen zu verzeichnen. Schubert wies allerdings darauf hin, dass sich der Zuwachs bei der Jugendarbeitslosigkeit normalerweise nach der Ferien- und Urlaubszeit schnell relativiere. Begründung: Vor allem Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen meldeten sich vorübergehend arbeitslos und fänden erfahrungsgemäß nach den Sommerferien gleich wieder eine Stelle.

„In den Sommerferien haben nur die Schulen geschlossen, nicht unsere Berufsberatung“, sagte Schubert und warb dafür, sich über Überbrückungsmöglichkeiten, Praktika, Ausbildungs- und Studienplätze zu informieren. Termine für Beratungsgespräche könnten kurzfristig online vereinbart werden.

Weniger offene Stellen

Im vergangenen Monat wurden der Arbeitsagentur und den Jobcentern 532 offene Stellen gemeldet. Das waren 45 weniger als im Juni. Somit hatten die Vermittlungsfachkräfte im Juli insgesamt 3047 zu besetzende Stellen im Angebot. Seit Jahresbeginn gingen beim Arbeitgeber-Service deren 3604 ein.

Geringeres Interesse an Kurzarbeit

Im Juli haben 14 Betriebe für 116 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt, nachdem das im Juni 20 Unternehmen für 446 Personen getan hatten. Nach Ablauf der Melde- und Abrechnungsfristen liegen für Januar 2026 endgültige Zahlen vor: 47 Betriebe setzten damals Kurzarbeit um, von der 679 Personen betroffen waren.