Unglück vor 100 Jahren

Weshalb im August 1926 bei einem Flugtag in Heidenheim fünf Menschen starben

Im August 1926 kamen in Heidenheim bei einem Flugtag fünf Menschen ums Leben. Was damals geschah:

Das Publikumsinteresse ist gewaltig. Etwa 5000 Zuschauer strömen am 1. August 1926 in Heidenheims Westen, um Zeugen eines nicht alltäglichen Spektakels zu werden: Das Gelände des VfR Heidenheim – er wird sich später mit dem Schwimmverein 04 zum VfL Heidenheim zusammenschließen – ist an diesem Sonntag Schauplatz eines Flugtages. Die Schaulustigen stehen auf umliegenden Anhöhen, sitzen sogar auf den Dächern von Wohnhäusern und drängen sich rund um das Fußballfeld.

Der Württembergische Luftfahrtverband hat sich als Veranstalter ein beeindruckendes Programm einfallen lassen. Sechs Flugzeuge sind aufgeboten, darunter fünf Doppeldecker. Der Pilot der zuerst in die Luft gestiegenen Maschine begeistert das Publikum mit einigen Rollen und Loopings. „Er trudelte seitwärts“, ist später im „Grenzboten“ nachzulesen, „sodass man glauben mochte, er stürze ab, und andererseits den Eindruck von einer durchaus sicheren Beherrschung der Maschine durch den Flieger bekam.“