Viele Verkehrsteilnehmer betrachten die auf der Mittelrainstraße in Schnaitheim erlaubten 50 Kilometer pro Stunde unübersehbar als unverbindliche Geschwindigkeitsempfehlung. Nachdem deshalb Beschwerden von Anliegern an die Stadtverwaltung herangetragen wurden, hat das Rathaus jetzt zugesagt, Schilder aufzustellen, die auf das zulässige Tempo hinweisen.
Die von der Heidenheimer Straße bis hinauf zum Wohngebiet Mittelrain führende Verbindung hat nach Einschätzung der Verwaltung „eher einen Außerortscharakter“, wie es in einem Schreiben an eine Bürgerin aus Schnaitheimerin heißt. Sie hatte im September vergangenen Jahres bei einem Stadtteilspaziergang mit Oberbürgermeister Michael Salomo auf notorische Raser hingewiesen.

Wo die Schnaitheimer der Schuh besonders drückt
Fahrbahnteiler ohne Bremswirkung
Ihrer Beobachtung zufolge vermochte an diesem Missstand auch nichts zu ändern, dass am Ende der Bebauung vor einiger Zeit ein Fahrbahnteiler installiert worden war, um einen gefahrlosen Wechsel auf den neuen, parallel zur Straße verlaufenden Radweg zu ermöglichen. Vielmehr ließen Abriebspuren darauf schließen, dass so mancher allzu flotte Autofahrer mit den Reifen an der vermeintlichen Verkehrsbremse hängen bleibe.
Vorschlag der Anliegerin: Tempo-50-Schilder im oberen und unteren Bereich der Mittelrainstraße, um ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass sich die Verkehrsteilnehmer dem großzügigen Ausbau der Straße zum Trotz im innerörtlichen Bereich bewegen. Nach einer Verkehrsschau im November liegt jetzt eine Antwort des Rathauses vor: Die angeregte Beschilderung soll kommen. Allerdings erfolge aufgrund Personalmangels und Stellenvakanzen „die Umsetzung leider nicht so schnell, wie sie vor Ort notwendig wäre“, so Claudia Dürr, Leiterin des Geschäftsbereichs Recht, Ordnung und Sicherheit.
Sie versichert gleichzeitig, Geschwindigkeitskontrollen durch städtische Außendienstmitarbeiter fänden weiterhin regelmäßig statt, wenngleich sie „offenbar nur temporär wirksam“ seien.


