Leitartikel Klartext

Warum es auf dem Heidenheimer Mietwohnmarkt düster aussieht – und warum es einen Lichtblick gibt

Die früheren GBH‑Immobilien in Heidenhem werden zum Teil immer weiter verkauft. Für die Mieterinnen und Mieter bedeutet das oft nichts Gutes. In der Logik der Unternehmen ist das nachvollziehbar– aber es gibt auch andere Ansätze, erklärt Redakteur Jens Eber.

Es ist einer der Eckpfeiler des Kapitalismus, dass derjenige, der das Produktionsmittel besitzt, mit möglichst wenig Einsatz von Material und Arbeitskraft den maximalen Ertrag erzielen will.  Das Prinzip klingt kalt, hat aber für weitreichenden Wohlstand gesorgt.

Schwierig wird es in jenen Bereichen der Wirtschaft, die den Menschen in seinen Grundbedürfnissen berühren. Zwei Beispiele: Eine Medizinbranche, die auf das Profitmaximum schielt, läuft Gefahr, den Menschen mit seltener und schwierig zu behandelnder Erkrankung aus dem Blick zu verlieren. Und ein Mietmarkt, der aus Immobilien wie in einer Mostpresse noch den letzten Cent quetschen will, könnte vergessen, dass es sich beim Wohnen um ein Menschenrecht handelt.