Premiere am 10. Oktober

Sasse-Theater Schnaitheim bringt mit „Der kleine Horrorladen“ sein erstes Musical auf die Bühne

Eine fleischfressende Pflanze, viel Gesang und eine gehörige Portion schwarzer Humor: Das Sasse-Theater Schnaitheim bringt „Der kleine Horrorladen“ auf die Bühne. Für Audrey II braucht es dabei neben einer großen Puppe gleich zwei menschliche Darsteller.

Der Mörder ist immer der Gärtner? Das hätte Reinhard Mey, als er den gleichnamigen Song 1971 aufnahm, eigentlich besser wissen müssen. Denn bereits seit 1960 ist klar: Der Mörder ist immer das Grünzeug! In Roger Cormans B-Movie „Kleiner Laden voller Schrecken“ ist der Übeltäter nämlich eine fleischfressende Pflanze, die Geschmack an Menschenfleisch entwickelt. Spätestens, als der Stoff 1982 in Form eines Musicals unter dem Titel „Der kleine Horrorladen“ – zwar fernab des Broadways, aber immerhin in New York – debütierte, dürfte allgemein bekannt gewesen sein, dass man von allem, was so im Garten wächst, besser die Finger lassen sollte.

In der Sasse sieht man das anders und greift beherzt zu. Das Theater knöpft sich nämlich genau diese Geschichte als sein nächstes Stück vor – als allererstes richtiges Musical, das jemals in der Sasse aufgeführt wird. Zwar wurde auf der Schnaitheimer Bühne in der Vergangenheit schon einmal gesungen, allerdings in Form eines selbsternannten „Diäticals“. Bei „Jojo-Effekt“ (2023) gab es durchaus Musik zu hören, wenngleich auch vorsichtiger dosiert, als man es von einem waschechten Musical gewohnt sein mag.