Leserbrief

Zur Besetzung einer Fachbereichsleiterstelle: Ignoranz im Heidenheimer Rathaus

Leserbrief zur gerichtlich untersagten Besetzung einer Fachbereichsleiterstelle im Heidenheimer Rathaus:

Durch strenge rechtliche Vorgaben zur Stellenbesetzung im öffentlichen Dienst hat es das Personalwesen hier oft schwerer als im privatwirtschaftlichen Sektor. Sicher würde man sonst vielerorts auch gerne freier in der Auswahl von Fachpersonal agieren. Es entsteht entsprechend der Eindruck, dass diese Einschränkungen einen gewissen Nachteil mit sich bringen.

Auf der anderen Seite bieten solche Vorgaben natürlich den Vorteil, dass sich offene Stellen quasi von selbst besetzen, wenn gewisse Anforderungsprofile erfüllt sind. Ein „idiotensicheres“ Verfahren zur Stellenbesetzung sozusagen.

Dass dieses und somit auch die rechtlich vorgesehenen Abläufe im Heidenheimer Rathaus ganz bewusst ignoriert werden - denn versehentlich passiert so etwas in einer Stadt nicht -, offenbart einen weiteren unverständlichen Missstand in der zentralen Behörde der Stadt. Wohlgemerkt, in diesem konkreten Fall handelt es sich sogar um eine Führungsposition und nicht um eine einfacher zu besetzende Sachbearbeitungsstelle.

Ein weiteres Mal drängt sich also der erhärtete Verdacht auf, im „Kabinett Salomo“ regiere die Vetternwirtschaft, und Führungspositionen sollen nach Gefälligkeit statt nach Leistung vergeben werden. Gut, dass das zuständige Gericht diesem Treiben hier ein Ende gesetzt hat.
Ute Ludwig, Heidenheim