Unfall

Lkw fährt auf Pannen-Lkw auf: A7 bei Großkuchen in der Nacht zum Mittwoch über Stunden voll gesperrt

Auf der A7 in Richtung Würzburg kam es am Dienstagabend zu einem schweren Unfall. Ein Lkw fuhr auf einen Pannen-Lkw auf. Die Autobahn musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

Nach einem Unfall am Dienstagabend zwischen zwei Lkw wurde die A7 in Richtung Würzburg auf Höhe Großkuchen für mehrere Stunden voll gesperrt. Wie die Polizei berichtet, war ein 45-Jähriger mit einem Silo-Sattelzug auf der A7 in Richtung Würzburg unterwegs. Gegen 20.30 Uhr bemerkte der Fahrer dieses Lkw einen Defekt an einem der Reifen seines mit Zement beladenen Silo-Aufliegers und hielt auf etwa halber Strecke zwischen dem Rastplatz Härtfeld und der Anschlussstelle Aalen/Oberkochen an. Als der 45-Jährige im Begriff war, sein Pannenfahrzeug abzusichern, sah er im Augenwinkel einen nachfolgenden Lkw direkt auf sich zukommen. Der Lkw-Fahrer konnte sich durch einen Sprint in Richtung Böschung retten und blieb unverletzt.

Der 61-jährige Fahrer des herannahenden Lkw-Gespanns, ein DAF samt Anhänger, beladen mit jeweils einem Container, steuerte aus bislang ungeklärten Gründen weiter auf den stehenden Silozug zu. Er rammte diesen von hinten und entlang der gesamten rechten Fahrzeugseite. Wie es vor Ort hieß, wurde die Fahrerkabine des Lkw durch den Aufprall völlig zerstört.

Das Fahrerhaus des DAF wurde bei dem Zusammenprall vollständig zerstört. Der Fahrer wurde nur leicht verletzt. Dennis Straub

Der DAF geriet nach dem Zusammenprall mit dem Pannen-Silozug weiter nach rechts von der Fahrbahn ab und wurde von der Leitplanke regelrecht ausgehebelt, so die Polizei. Der Lkw-Anhänger schanzte in angehängtem Zustand über die Leitplanke und blieb dort beschädigt stehen. Der DAF kippte samt aufgeladenem Container auf die Fahrerseite und blieb auf der Leitplanke liegen. Der 61-jährige Fahrer wurde nur leicht verletzt.

Die Schäden dürften sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei auf rund 100.000 Euro beim Silozug und ca. 300.000 Euro beim DAF samt dessen Anhänger belaufen.

Die Bergungsarbeiten sollten – Stand Mitternacht – noch bis weit in die frühen Morgenstunden des Mittwoch andauern. Aufgrund des Einsatzes eines größeren Mobilkrans musste die Richtungsfahrbahn Würzburg für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Einsatzkräfte der Autobahn GmbH leiteten den Verkehr ab der Anschlussstelle Heidenheim auf die dortige Umleitungsstrecke aus.