Leserbrief

Heidenheimer Personaler sollten sich schulen lassen

Leserbrief zur gerichtlich untersagten Besetzung einer Fachbereichsleiterstelle im Heidenheimer Rathaus:

Zwei in einer Behörde beschäftigte, über Jahre bekannte Bewerber in ein teures Assessment-Center zu schicken, widerspricht dem gesunden Menschenverstand und dem zu beachtenden Grundsatz der Sparsamkeit. Dass diese Maßstäbe vom Verwaltungsgericht auch noch rechtlich untermauert werden, erfreut. Bei wohlwollender Betrachtung hatte die Verwaltung große Sorge, angesichts der verwaltungsgerichtlichen Anforderungen an eine Auswahlentscheidung etwas falsch zu machen. Es hilft alles nichts: Die Personaler im Rathaus müssen die Anforderungen beherrschen und sollten sich beim Städtetag, dem Regierungspräsidium oder dem Innenministerium schulen lassen. Der Einsatz einer teuren Anwaltskanzlei muss für eine klamme schwäbische Stadt tabu sein.

Dr. Peter Brause, Markdorf-Reute