Zum Ende hin war’s dann fast schon Millimeterarbeit: Am Dienstagnachmittag hat die neue Heidenheimer Eisenbahnbrücke ihre endgültige Position erreicht. Auf zwei mächtigen Widerlagern aus Beton ruhend, überspannt sie jetzt am südlichen Ende des Bahnhofsgeländes die Brenz und den Verbindungsweg zwischen Ost- und Innenstadt. Diese sogenannte Piltz’sche Unterführung wird in den nächsten Monaten barrierefrei umgebaut und künftig in einer Wanne verlaufen, die nach starken Regenfällen leergepumpt werden kann.
Neue Heidenheimer Eisenbahnbrücke: So lief der erste Tag des Einhubs - Endposition für Dienstag geplant
Zahlreiche Interessierte verfolgten erneut vom Fußweg an der Kanalstraße und vom Totenberg aus, wie die markante blaue Stahlkonstruktion die nach dem Beginn der Arbeiten am Montag noch verbliebenen Meter zurücklegte. Zum Einsatz kam dabei ein vielachsiges Schwerlast-Modulfahrzeug, das zuvor auf der Flussseite neben das südliche Widerlager manövriert worden war. Im Zusammenspiel mit dem Großraupenkran, der die Brücke am anderen Ende in Position hielt, wurde anschließend die Lücke geschlossen.
Die neue Brücke wiegt rund 600 Tonnen. Sie ist etwa 62 Meter lang und ragt in der Mitte der beiden Bögen 12,55 Meter in die Höhe. Am Sonntag, 13. September, sollen erstmals Züge auf der Überführung rollen, die zwei mehr als 120 Jahre alte Brücken ersetzt.
