Großmanöver der Bundeswehr: Ist auch der Landkreis Heidenheim betroffen?
Im Kreis Heidenheim wird man wohl wenig davon merken, aber es ist eine große Truppenübung, die die Bundeswehr im süddeutschen Raum plant: Von Montag, 14. September, bis Freitag, 25. September, führt das ABC-Abwehrregiment 750 „Baden“ aus Bruchsal die militärische Übung „Badischer Sturm“ durch. Das erklärt ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg auf Nachfrage der HZ.
Der Übungsraum erstreckt sich demnach über Saarbrücken, Idar-Oberstein, Darmstadt, Würzburg, Ulm, Tübingen und Offenburg. Das Zentrum der Übung sei Bruchsal. „Der Landkreis Heidenheim liegt am äußeren Rand des Übungsgebietes und ist vom Übungsbetrieb nur gering betroffen“, sagt der Bundeswehr-Sprecher.
In dieser ABC-Übung sollen die Fähigkeiten in der Abwehr von atomaren, biologischen und chemischen Gefahren (ABC) trainiert werden. Insgesamt beteiligen sich rund 550 Soldatinnen und Soldaten mit etwa 100 gepanzerten und ungepanzerten Radfahrzeugen an der Übung. „Diese bewegen sich nicht geschlossen, sondern in einzelnen Gruppen", erklärt der Sprecher. "Marschgruppen mit Bundeswehrfahrzeugen können temporär in verschiedenen Landkreisen auftreten.“
Warum fliegt die Luftwaffe über dem Landkreis Heidenheim – und wie entsteht ein Überschallknall?
Immer wieder erreichen die HZ-Redaktion Anrufe und Nachrichten von neugierigen oder teils auch besorgten Menschen. Deren Frage lautet: „Was war das für ein lauter Knall?“ Die Erklärung ist meist einfach: Es handelt sich dabei um den sogenannten Überschallknall von Kampfflugzeugen. Auch andere Manöver können beobachtet werden.Abstand zu Fahrzeug-Kolonnen halten
Die Beeinträchtigung des Straßenverkehrs wird laut dem Bundewehr-Landeskommando geringgehalten, sei aber zeitweise nicht zu vermeiden. Allgemein gelten die Straßenverkehrsvorschriften für militärische Kolonnenfahrten. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen, ausreichenden Abstand zu den Kolonnen zu halten und aus Sicherheitsgründen nicht zwischen die Fahrzeuge zu fahren.
Die übende Truppe ist laut dem Bundeswehr-Sprecher mit Manövermunition, also im Grunde mit Platzpatronen, in ihren Handwaffen ausgestattet. Zu den Handwaffen gehören Maschinengewehr, Gewehr und Pistole. „Der Einsatz von Pyrotechnik und Manövermunition ist auf nicht öffentlich zugängliche Bereiche begrenzt, sodass eine Gefährdung für die Bevölkerung ausgeschlossen werden kann.“ Die Übung „Badischer Sturm“ sei für die Öffentlichkeit grundsätzlich nicht zugänglich.
Genauere Informationen zu den Bewegungen und Einsatzorten der Truppe werden laut des Landeskommandos aus Gründen der militärischen Sicherheit nicht im Vorfeld veröffentlicht. Man bitte die Bevölkerung um Verständnis für mögliche Einschränkungen. Freilaufende Übungen seien ein elementarer Bestandteil der Ausbildung und dienten der Herstellung sowie Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft. „Sie decken Inhalte ab, die auf militärischen Übungsplätzen nur schwer zu erfassen sind.“
