In seinem Leserbrief erwähnt Herr Krägeloh ein Zitat von Jean Améry, dass durch gegenseitiges Aufeinanderzugehen der Nachgeborenen von Tätern und Opfern die Auslöschung der Schande erreicht werden könne. Man glaubt seinen Augen nicht zu trauen. Eine Auslöschung der Schande, so als ob nichts gewesen wäre? Alles soll ausgelöscht und vergessen und nicht mehr daran gedacht werden? Also an Millionen von Opfern in einem verbrecherischen Angriffskrieg, oder an die Vernichtung von sechs Millionen Juden, so als ob nichts gewesen wäre?
Heidenheimer KZ-Gedenkort stellt nicht eine ganze Kriegsgeneration unter Generalverdacht
Das hört sich doch für die Opfer katastrophal an. Aber so stellen sich wohl einige Zeitgenossen den Umgang mit der Vergangenheit vor. Schluss, aus und vorbei. Furchtbar! Meiner Meinung nach haben doch gerade wir, die wir in einer freien und demokratischen Gesellschaft leben, die Aufgabe, alles zu tun, um dafür zu sorgen, dass sich so etwas nicht mehr wiederholt. Dazu dient ja auch die Stele mit ihren Informationen, und das ist gut so.
Manfred Reppin, Heidenheim
