Die Irritationen um den verdeckten Blick auf die neue Erinnerungsstele an der Voith-Arena sind ausgeräumt. Der 1. FC Heidenheim hat auf die Kritik an der unglücklichen Platzierung eines Bierausschankwagens reagiert und diesen noch vor dem Heimspiel am Samstag, 29. August, gegen Dynamo Dresden umgestellt.
Die rund 5,50 Meter hohe Erinnerungsstele zur KZ-Vergangenheit des Stadiongeländes und die Zeit danach, die erst in der Vorwoche feierlich enthüllt worden war, ist damit wieder aus allen Richtungen frei sichtbar. Zuletzt versperrte der große Ausschankwagen den Stadionbesuchern auf dem Weg zum Haupteingang weitgehend die Sicht auf das Mahnmal.
Beim FCH steht das Bier vor dem Gedenken an die NS-Vergangenheit des heutigen Stadiongeländes
Nach der Berichterstattung überprüfte der Verein die Positionierung umgehend. „Auch für uns war die Platzierung in unmittelbarer Nähe zur Stele nicht geeignet“, teilt FCH-Pressesprecher Markus Gamm mit. Seit Mittwoch befindet sich der Verkaufswagen deshalb bereits dort, wo er auch am Samstag stehen wird: „In der Nähe der Kastanienbäume vor dem Albstüble“.
FCH nutzt Wagen an Spieltagen
Klarstellend legt der Verein zudem Wert auf eine Präzisierung bei den Zuständigkeiten. Der Ausschankwagen gehöre zwar dem langjährigen Vereinspartner Getränke Bosch und werde von diesem zur Verfügung gestellt, werde aber an Spieltagen vom FCH genutzt und „komplett in Eigenregie von uns bewirtschaftet“. Der Pressesprecher betont: „Die Auswahl des Standorts des Wagens liegt somit ausschließlich bei uns.“
