Wer im Stadtgebiet Memminger Wanne, in Hohenmemmingen oder auf dem Giengener Schießberg wohnt, dem dürfte es nicht entgangen sein: In den vergangenen Wochen und Monaten wurden immer wieder Feuerwerkskörper gezündet – mal Raketen, mal Böller. Nicht nur für Menschen dürfte das verstörend und erschreckend wirken, sondern auch für Haus- und Wildtiere. Bei trockenen Böden, Bäumen und Hecken steigt obendrein die Gefahr von Bränden.
Die Stadtverwaltung sieht sich aufgrund der Lage veranlasst, die Bevölkerung um Mithilfe zu bitten: „Seit Herbst 2025 werden in der Memminger Wanne immer wieder Feuerwerkskörper gezündet. Auch Kinder und Jugendliche sind beteiligt – sie zünden die Raketen in nächster Nähe von Bolz- und Spielplätzen, einem Kindergarten und einem Landschaftsschutzgebiet“, so die Verwaltung in einer Mitteilung.
Die Verwaltung weist auf die ausgetrockneten Schafweideflächen beim Wohngebiet hin. Die seien besonders gefährdet: Ein einzelner Funke könne einen Flächenbrand auslösen.
Generell, so die Verwaltung, sei das Abbrennen von Feuerwerkskörpern vom 2. Januar bis 30. Dezember verboten.
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Memminger Wanne werden nun zu Zivilcourage aufgerufen: „Schauen Sie hin, wenn Sie das Abbrennen von Feuerwerkskörpern beobachten. Bringen Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr, sondern verständigen Sie unverzüglich die Polizei (Tel. 07322.96530) oder über 110 den Notruf“, so die Verwaltung, die dazu auffordert, Bildaufnahmen ausschließlich an die zuständigen Behörden zu übermitteln und nicht in sozialen oder privaten Netzwerken zu posten.
Sachdienliche Hinweise – Beobachtungen, Zeugenaussagen oder vorhandene Bildaufnahmen – könnten auch dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung Giengen mitgeteilt werden: per Mail an ordnungsamt@giengen.de, oder unter Tel. 07322.9522235.
