Giengener Wohngebiete müssen erreichbar bleiben
Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung bringt verständlicherweise verkehrstechnische Einschränkungen in Form von Straßensperrungen mit sich. Beim Giengener Stadtlauf ergibt sich jedoch eine Problematik, die aus meiner Sicht bei der Planung künftig einbezogen werden muss. Durch die Streckenführung werden das gesamte Wohngebiet südlich der Marktstraße mit Scharenstetterstraße, Lederstraße und Wasserschapfgasse sowie das Wohngebiet Bleiche mit Biberstraße, Bleiche und Am Wildbad für den Verkehr über mehrere Stunden vollständig abgeriegelt. Für die Anwohnerinnen und Anwohner besteht während dieser Zeit keine Möglichkeit, die genannten Wohngebiete mit dem Pkw zu verlassen oder mit dem Fahrzeug zu erreichen.
Alle drei vorhandenen Zu- und Ausfahrtsmöglichkeiten – die Hermaringer Straße, die Lederstraße im Kreuzungsbereich Spitalstraße sowie die Zufahrt über die Biberstraße oder Abfahrt über die Bleiche in Richtung Hähnlestraße – sind im Rahmen der Veranstaltung gesperrt. Bei der Planung ist das wohl den Organisatoren nicht bewusst.
Als Mitglied einer Hilfsorganisation betrachte ich das aus dem Blickwinkel, dass in dem Gebiet etwa zehn Personen ihren Wohnsitz haben, welche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr oder des Deutschen Roten Kreuzes sind. Im Falle einer Alarmierung könnten diese Einsatzkräfte aufgrund der Straßensperrungen ihre Gerätehäuser und Einsatzstellen nicht erreichen. Andererseits gelangen Rettungskräfte bei medizinischen Notfällen nicht in die genannten Stadtgebiete. Dies führt dazu, dass gesperrte Streckenabschnitte entgegen den vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen befahren werden müssten. Vor diesem Hintergrund möchte ich die Organisatoren des Stadtlaufs sowie die Stadtverwaltung bitten, bei der Planung zukünftiger Veranstaltungen die Streckenführung und das Verkehrskonzept so anzupassen, dass zumindest eine Zu- und Abfahrtsstraße für den Pkw-Verkehr durchgehend nutzbar bleibt.
Gerhard Wirth, Giengen