Bauphase geht langsam zu Ende

Giengener Industriepark an der A7 fast voll bebaut: neue Unternehmen, ein E‑Ladepark und das Ziel von 1000 Arbeitsplätzen

In Kürze will der Energieversorger EnBW im GIP A7 mit dem Bau eines Ladeparks für Elektrofahrzeuge beginnen. Im Laufe des Jahres dürfte sich der Großteil der Restflächen füllen.

Auch wenn im Giengener Industriepark an der A7 noch eine Weile Baufahrzeuge und Kräne zu sehen sein werden, neigt sich die Zeit der größeren Baustellen dem Ende zu. Der größte Teil der Flächen ist schon bebaut, einige Gebäude werden derzeit errichtet oder stehen vor dem Baustart. Frei verfügbare Flächen gibt es nicht mehr, vorhandene Restflächen sind nach Angaben aus dem Rathaus bereits reserviert.

Tatsächliche Rohbauarbeiten gibt es derzeit nur im äußersten nordöstlichen Winkel des Industriegebiets, am Heersträßle. Dort fand Ende November der Spatenstich für den Neubau des Dentallabors Baumgartner statt. Das Unternehmen bündelt damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Standort des Schraubenspezialisten Würth seine bisherigen Betriebsstätten in Heidenheim und Giengen.

Netze ODR will im Sommer einziehen

Bereits im Innenausbau befindet sich der Neubau des Bezirkszentrums der Netze ODR an der Frostelstraße in der Mitte des GIP A7. Das Versorgungsunternehmen baut dort auf rund 6500 Quadratmetern Fläche ein Bürogebäude samt Fahrzeuggaragen sowie eine Lagerhalle. Baustart war im April 2025, bezugsfertig sollen die neuen Räume schon im Sommer sein.

Der nächste Spatenstich ist zwar noch nicht genau terminiert, steht aber bereits vor der Tür: Das Unternehmen EnBW will angrenzend an das Gelände der Jet-Tankstelle einen E-Ladepark für Pkw und Lastwagen bauen. Am zuletzt genannten Baubeginn Anfang 2026 hat sich nach Angaben von Pressesprecherin Helen Schneider nichts geändert. „Wir warten derzeit zwar noch auf die Baugenehmigung, erwarten diese aber zeitnah“, so Schneider. Im Anschluss soll zügig mit dem Bau begonnen werden. Geplant sind in einer ersten Ausbaustufe 24 Schnellladepunkte für E-Autos. Bei entsprechender Nachfrage könnte auf bis zu 40 Ladepunkte erweitert werden. Vorgesehen sind außerdem zwei Ladepunkte für E-Lastwagen.

Gläserne Rösterei in Planung

Seit vergangenem Jahr ist überdies bekannt, dass das derzeit noch in Herbrechtingen ansässige Unternehmen Tsotsoglou Foodservice seinen Standort in den GIP A7 verlagern will. Auf rund 17.000 Quadratmetern Fläche samt einer Erweiterungsoption will der Großhändler für griechische Lebensmittel Lager- und Produktionsflächen bauen. Hinzu kommt eine „gläserne Kaffeerösterei“ mit einem integrierten Café-Bereich. Geplant sind zudem ein Abholmarkt sowie ein Lagerverkauf für Groß- und Endkunden.

Ein weiterer Bauabschnitt könnte mittelfristig beim Baustoffhändler Wölpert folgen, der seinen Standort im Mai 2024 von Bolheim an die Autobahn verlagert hat. Das Unternehmen ist nach Angaben von Oberbürgermeister Dieter Henle mit seinem neuen Standort so zufrieden, dass eine Erweiterung „fest vorgesehen“ sei.

Seit Beginn der Bebauung im Industriepark ist sowohl von einer Bäckereifiliale als auch von einem Fast-Food-Restaurant die Rede. Um Letzteres ist es in den vergangenen Monaten eher ruhig geworden, vor Weihnachten bekräftigte OB Henle jedoch noch einmal das Ziel, eine Bäckerei anzusiedeln. Hierfür seien „mehrere Interessenten im Rennen“.

Ziel sind 1000 Arbeitsplätze

Ende 2025 waren im GIP A7 rund 700 Menschen beschäftigt. OB Henle geht davon aus, dass das ursprüngliche Ziel von mehr als 1000 Stellen erreicht wird, wenn alle Bauvorhaben abgeschlossen sind. Rund 16 Millionen Euro Überschuss sind aus dem Flächenverkauf an den städtischen Haushalt geflossen.