Doch kein Abriss

Darum konnte die große Treppe auf dem Friedhof in Giengen wieder freigegeben werden

Mehr als 240.000 Euro waren für Abriss und Neubau der Treppenanlage auf dem Friedhof in Giengen eingeplant. Wie es aussieht, kann sich die Stadt einen großen Teil der Ausgaben sparen.

Freude und Verwunderung: Beides gab es in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Technik (UPT), als es um die Finanzierung von Sanierungen auf dem Friedhof in Giengen ging. Wie Bürgermeister Alexander Fuchs erklärte, sei es auch ohne große Sanierung gelungen, die wegen Schäden längere Zeit gesperrte große Treppe, die zur Aussegnungshalle führt, instand zu setzen und wieder in Betrieb zu nehmen.

„Das ist natürlich sehr erfreulich, dass die Treppe wieder begehbar ist. Aber warum wusste man das nicht vorher? Wir sind ja von einer teuren Sanierung oder gar einem Neubau ausgegangen“, so die Nachfrage von Stadtrat Bernd Kluge (SPD) auf die Nachricht des Bürgermeisters. Der erklärte: „Wir hatten wegen der Schäden ein Gutachten bei einem Planungsbüro in Auftrag gegeben. Und das besagte, dass ein Erhalt der Treppenanlage dauerhaft nicht möglich ist. Dann haben wir uns das selbst einmal genau angeschaut und nach anderen Lösungen gesucht. Wir haben dann eine provisorische, minimalinvasive Sanierung vorgenommen. Die ist nach jetzigem Stand gelungen. Wir müssen das natürlich beobachten. Das könnte aber so klappen.“ Womöglich hat das einiges an Ausgaben gespart: Für den Abbruch und den Neubau waren mehr als 240.000 Euro veranschlagt.