Traditions-Maschinenbauer meldet Insolvenz an
Der traditionsreiche Maschinenbauer Vollmer Werke aus Biberach hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Die schwierige Marktsituation habe es notwendig gemacht, ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu beantragen, um die Firma für die Zukunft neu auszurichten, teilte die Vollmer Gruppe mit. Die Löhne und Gehälter der 450 Beschäftigten am Stammsitz in Biberach seien zunächst für drei Monate über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert.
«Unser gemeinsames Ziel ist es, die notwendigen Maßnahmen schnell und stringent umzusetzen», sagte die Geschäftsführung der Gruppe. Man wolle eine tragfähige Grundlage für die Zukunft erarbeiten und die Vollmer Werke als traditionsreichen Spezialisten für Werkzeugbearbeitungsmaschinen langfristig erhalten. Das Unternehmen setze seinen Geschäftsbetrieb weiter uneingeschränkt fort. Zuvor hatte die «Schwäbische Zeitung» berichtet.
Firma baut Maschinen für die Holz- und Metallindustrie
«Die Einleitung des Verfahrens ist ein wichtiger Schritt, um die notwendigen Maßnahmen umzusetzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Vollmer Werke zu sichern», sagte der Sanierungsexperte Holger Leichtle, der die Geschäftsführung des Unternehmens im Insolvenzverfahren berät.
Das Familienunternehmen mit Sitz in Biberach an der Riß entwickelt seit über 100 Jahren Schärf-, Schleif- und Erodiermaschinen. Es baut Laserbearbeitungsmaschinen für die holz- und metallverarbeitende Industrie und arbeitet an Automatisierungslösungen.
