Quartalszahlen

Technologiekonzern Bosch legt Geschäftszahlen vor

Scheibchenweise hat Bosch angekündigt, dass mehrere Tausend Stellen gestrichen werden sollen. Auch Finanzziele wurden verschoben. Nun legt der Konzern vorläufige Jahreszahlen vor.

Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch legt am Mittwoch (11.00 Uhr) vorläufige Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vor. Vorstandschef Stefan Hartung hatte im Dezember angekündigt, wichtige Finanzziele um ein bis zwei Jahre verschieben zu müssen. An den Zielen für 2023 hielt er damals aber fest.

Im Geschäftsjahr 2022 hatte Bosch einen Umsatz von 88,2 Milliarden Euro gemacht. Fast 60 Prozent davon entfielen auf die Autozuliefersparte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern lag bei 3,8 Milliarden Euro. Für 2023 hatte Bosch ein Umsatzzuwachs zwischen 6 und 9 Prozent angepeilt.

Bosch steht zurzeit vor mehreren Herausforderungen: Zum einen vollzieht sich der Wandel in der Autoindustrie - vom Verbrenner zum E-Motor und Wasserstoff - nicht so schnell, wie der Konzern einkalkuliert hatte. Anderen Geschäftsbereiche, die etwa Elektrowerkzeuge oder Hausgeräte anbieten, macht unter anderem die Konsumzurückhaltung zu schaffen.

Bosch plant Stellenstreichungen - bis zu 3760 Jobs betroffen

In den vergangenen Wochen wurden daher mehrfach Pläne bekannt, Stellen abzubauen. Insgesamt stehen bis zu 3760 Stellen zur Disposition. Neben der Elektrowerkzeugsparte Bosch Power Tools ist bislang vor allem der Zulieferbereich betroffen. Wegfallen sollen dort Jobs in der Verbrennersparte sowie in Bereichen, die für Fahrzeugcomputer, Steuergeräte und die entsprechende Software zuständig sind.

Der nächste Stellenabbau könnte bei der Hausgerätesparte BSH drohen, zu der Marken wie Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau gehören. Dort verhandeln Unternehmen und Betriebsrat zurzeit über die «bedarfsgerechte Anpassung von Personalstrukturen und Personalkosten». Wie viele Stellen betroffen sein könnten, war zuletzt unklar.