Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Mord an einem Arzt in Lahr wird in dem ungeklärten Fall wieder ermittelt. Es gebe inzwischen «vielversprechende neue Ermittlungsansätze, die Anlass zu einer umfassenden Neubewertung geben», teilte die Kriminalpolizei Offenburg mit. Der 39 Jahre alte Narkosearzt war am 21. Januar 2000 tot in einem Gebüsch aufgefunden worden – er war erwürgt worden.
Der Fall blieb ein ungelöstes Rätsel wurde schließlich zum «Cold Case», zum «kalten Fall». An diesem Mittwochabend (6. Mai, ab 20.15 Uhr) wird er von der Kriminalpolizei auch in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY» vorgestellt.
Neue Hinweise und DNA-Analysen
Es lägen neue Hinweise zum getöteten Narkosearzt vor, teilte die Polizei mit. «In diesem Zusammenhang steht insbesondere das berufliche Umfeld im Fokus der Kriminalbeamten», hieß es weiter.
Zudem seien Spuren von damals mit kriminaltechnischen Methoden von heute weiter untersucht worden. «Derzeit laufen Analysen von DNA-Spuren, die einem möglichen Täter oder dessen Umfeld zugeordnet werden könnten», teilte die Polizei mit. Die Ermittler gehen nach neuen Zeugenhinweisen und einer erneuten Prüfung der damaligen Erkenntnisse davon aus, dass sich Opfer und Täter kannten. Bei einer Begegnung am Abend des Mordes sei es «zu einer eskalierenden Auseinandersetzung» gekommen.
Belohnung ausgesetzt
Nun bauen die Ermittler auch darauf, dass sich weitere Zeugen erinnern und melden. Auch vermeintlich unbedeutende Beobachtungen könnten für die weiteren Ermittlungen wichtig sein, betonten sie. Laut Polizei wurde eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

