Nach Lkw-Unfall in Schramberg: Ermittlungen eingestellt
Rund sieben Monate nach einem tödlichen Lastwagen-Unfall in Schramberg sind die Ermittlungen gegen den Fahrer eingestellt worden. Dem 54-Jährigen könne kein Sorgfaltspflichtverstoß nachgewiesen werden, teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizei mit. «Es ist von einem tragischen Unfall auszugehen.»
Ende März hatte ein Lastwagen in Schramberg im Kreis Rottweil eine 29 Jahre alte Mutter und ihren dreijährigen Sohn erfasst. Beide starben noch an der Unfallstelle. Gegen den Fahrer war wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt worden.
Nach umfangreichen Ermittlungen und einem medizinischen Sachverständigengutachten ergaben sich den Angaben zufolge aber keine Hinweise auf einen Fahrfehler. Eine kurzzeitige Bewusstseinsstörung hatte den Angaben nach zu dem Unfall geführt. Der Fahrer hatte die Kontrolle über den Lastwagen verloren. Daraufhin war das Fahrzeug gegen mehrere geparkte Autos und über den Gehweg hinweg gegen eine Hauswand geprallt.
Medizinische Ursache nicht ausgeschlossen
Der Mann war laut Mitteilung wegen einer Erkrankung in ärztlicher Behandlung, zum Unfallzeitpunkt aber nicht arbeitsunfähig geschrieben. Es gebe auch keine Belege dafür, dass er bekannte Zweifel an seiner Fahrtüchtigkeit ignoriert oder seine Medikamente falsch eingenommen habe.
Die Ermittler hatten geprüft, ob die Erkrankung und mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten zu der kurzzeitigen Bewusstseinsstörung geführt haben könnten. Hinweise darauf ergaben sich aber nicht. Nicht ausgeschlossen werden konnte eine neue und unerwartete medizinische Ursache für die Bewusstseinsstörung, wie es in der Mitteilung hieß.
Der Unfall hatte große Bestürzung in der Schwarzwald-Gemeinde ausgelöst. Die Zwillingsschwester des Jungen überlebte im Kinderwagen.
