KSC-Trainer Senft will von Gladbach nicht «wegpustet» werden
Trotz des 1:6-Debakels beim 1. FC Magdeburg reist Zweitligist Karlsruher SC mit viel Hoffnung im Gepäck nach Mönchengladbach. Sein Team habe «ganz und gar nicht vor, dass uns Gladbach wegpustet», sagte Trainer Maximilian Senft vor dem Zweitrundenspiel im DFB-Pokal beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga am Dienstag (20.45 Uhr/Sky). «Wir wollen Gladbach, und zwar über die volle Dauer, maximal herausfordern.
Offen ist der Einsatz von Stammtorhüter Hans-Christian Bernat, der wegen anhaltender Rückenprobleme behandelt wird. Eine Entscheidung soll erst am Spieltag fallen. Auch Sebastian Jung, der gegen Magdeburg zur Pause wegen muskulärer Beschwerden ausgewechselt werden musste, und sein Außenverteidiger-Kollege Rafael Pinto Pedrosa (nach Sprunggelenkproblemen) sind für das Pokalspiel fraglich.
Senft sieht keine «Woche der Wahrheit»
Eine «Woche der Wahrheit» sieht Senft nicht auf sein Team zukommen. «Das würde ich jetzt mal als eine klassische Journalisten-Headline bezeichnen», antwortete der 37 Jahre alte Chefcoach auf eine entsprechende Frage. Er begrüße aber die schnelle Gelegenheit für seine Mannschaft zur Wiedergutmachung. «Grundsätzlich mal eine gute Geschichte, dass wir schnell wieder ein Spiel haben, wo wir ins Handeln kommen.»
Bei der Aufarbeitung der krachenden Liga-Niederlage in Magdeburg, durch die die Karlsruher auf den vorletzten Platz rutschten, standen vor allem die Freistoß- und Strafraumverteidigung sowie das offensive Umschaltspiel im Mittelpunkt, führte Senft aus. Er fordert von seinen Spielern zudem mehr Widerstandsfähigkeit nach Rückschlägen.
Über 4.000 KSC-Fans reisen mit
Mehr als 4.000 Karlsruher Anhänger begleiten ihre Mannschaft nach Mönchengladbach. «Diese Unterstützung unserer Fans ist ungebrochen, das freut mich extrem und halte ich auch nicht für selbstverständlich», sagte Senft. Er geht von einer besonderen Atmosphäre: «Ich liebe Abendspiele», meinte der Coach: «Es gibt nichts Schöneres als DFB-Pokal unter Flutlicht. Es ist alles angerichtet.»
Für den KSC steht finanziell einiges auf dem Spiel: Der Einzug ins Achtelfinale würde dem Zweitligisten eine zusätzliche Prämie von rund 913.000 Euro bescheren. Bereits in der vergangenen Saison waren beide Vereine in der zweiten Pokalrunde aufeinandergetroffen. Damals hatte die Borussia zu Hause 3:1 gewonnen.
Rechtzeitig vor dem erneuten Pokalduell haben die Gladbacher ihre Krise in der Bundesliga vorerst beendet. Nach sechs Niederlagen zum Start siegten die Fohlen am Freitag 3:2 beim VfB Stuttgart.
