2. Fußball-Bundesliga

KSC-Trainer fordert Geduld mit glücklosem Ben Farhat

Stürmer Ben Farhat kommt beim Zweitligisten Karlsruher SC nicht in Form und sorgte nun auch bei der U21 für negative Schlagzeilen. KSC-Trainer Senft stellt sich schützend vor ihn.

Trainer Maximilian Senft hat beim Karlsruher SC Geduld mit dem Sturmtalent Louey Ben Farhat gefordert, der in dieser Saison noch kein Tor erzielt hat und weit unter seiner Bestform spielt. «Das ist ein Mensch und kein Roboter», sagte Senft vor dem Zweitliga-Spiel beim FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) über den 20-Jährigen.

Nach einem turbulenten Transfersommer mit dem Last-Minute-Wechsel zum Fußball-Bundesligisten SC Freiburg und anschließender Rückleihe zum Zweitligisten KSC sowie einer Zahnoperation passte der neueste Vorfall um den glücklosen Ben Farhat jedoch ins Bild: Nachdem er kürzlich zur deutschen U21-Nationalelf gereist war, konnte er in der EM-Qualifikation gegen Georgien (2:0) nicht eingesetzt werden, weil seine Spielgenehmigung fehlte.

KSC weiter in Veränderungsprozess

Den KSC sieht Senft nach bisher erst fünf Punkten aus sechs Spielen und
Tabellenplatz 14 weiter in einem sportlichen Veränderungsprozess. In
Aktionismus will er trotz des schwachen Starts nicht verfallen. «Ich
glaube, das wäre das ganz Schlechte», sagte der 37-Jährige. Dennoch habe
sein Team in der Länderspielpause Dinge angepasst, «von denen wir uns
natürlich auch einen Output erwarten». 

Beim Bundesliga-Absteiger St. Pauli will der ehemalige Pokerspieler Senft seine Mannschaft offensiv auftreten sehen - trotz der angespannten Situation mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz. «Ich spiele immer auf Sieg und unsere Spieler auch», sagte er. Das größte Risiko sei, «kein Risiko einzugehen».