Desolate Defensive: KSC direkt zurück in der Krise
Dem vermeintlichen Befreiungs- folgte der nächste heftige Rück-Schlag. Die 1:6 (0:1)-Klatsche beim 1. FC Magdeburg hat den Karlsruher SC gewaltig getroffen - auch, weil er sich nach dem 4:0 gegen Darmstadt 98 eine Woche zuvor auf dem Weg heraus aus der Krise gewähnt hatte. Die Badener hängen weiter tief unten drin in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga. Und haben schon die nächste knifflige Aufgabe vor der Brust.
«Vielleicht ist so ein Wettbewerbswechsel für den Kopf ganz gut», sagte Kapitän Marvin Wanitzek vor der Zweitrunden-Partie im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach am Dienstag (20.45 Uhr/Sky). In Magdeburg seien dem KSC «Grenzen aufgezeigt» worden, meinte er. «Wir müssen hart in die Analyse», forderte der Routinier, «und auf dem Platz eine Antwort geben».
Schon 20 Gegentore in neun Spielen
Im Zentrum dieser Analyse dürfte einmal mehr die schwache Defensivarbeit der Karlsruher stehen. 20 Gegentore haben sie an den ersten neun Zweitliga-Spieltagen schon kassiert - eine miserable Bilanz. «Wir dürfen im Sechzehner nicht so fahrlässig verteidigen», prangerte Trainer Maximilian Senft nach der Abfuhr in Magdeburg an. Dass seine Mannschaft den Gegner mit gleich zwei Elfmetern regelrecht «eingeladen» hatte, ärgerte den Österreicher besonders.
«Sehr enttäuscht» sei er, sagte Senft. Am Sieg gegen Darmstadt habe ihm am besten gefallen, dass der KSC kein Gegentor kassiert hatte. In Magdeburg stellte der 37-Jährige nach dem 0:3 noch mal offensiv um - und musste mit ansehen, wie sein Team unterging. In Gladbach werde man «sicher ein anderes Gesicht zeigen wollen», kündigte Senft an. «Speziell beim Thema Verteidigen.»
