Handball-Landesliga

Wie Schnaitheims Handballern der Start ins neue Jahr gelang

In ihrem ersten Spiel des Jahres wurde es für die Schnaitheimer Handballer gleich nervenaufreibend. Am Ende reichte es gegen Wangen II zum 29:28-Sieg. Der ersatzgeschwächte TV Steinheim zog sich beim 28:35 gegen Meisterschaftsfavorit Treffelhausen recht gut aus der Affäre.

Relativ lange mussten die Schnaitheimer Landesliga-Handballer auf ihr erstes Spiel im neuen Jahr warten. Gegen die MTG Wangen II sahen die Fans in der Ballspielhalle dann gleich ein flottes und bis zur letzten Minute spannendes Spiel – mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Der TV Steinheim kassierte die erwartete Niederlage gegen Treffelhausen.

TSG Schnaitheim – MTG Wangen II 29:28 (16:16)

Die Schnaitheimer kamen gut ins Spiel und führten in der siebten Minute bereits mit 7:3. „Da war viel Dynamik im Spiel, das war sicher auch für die Zuschauer beeindruckend“, sagt Trainer Daniel Köpf, der dann allerdings mit anschauen musste, wie seine Mannschaft so ein bisschen den Faden verlor. „Wir haben uns dann oft in Einzelaktionen verzettelt, das hat Wangen gnadenlos bestraft“, ärgert sich der TSG-Coach. Der Tempogegenstoß ist die Stärke des Teams aus dem Allgäu, das beim 9:9 in der 19. Minute den Ausgleich schaffte, dann sogar mit zwei Treffern in Führung ging. Bis zur Pause schaffte die TSG aber wieder den 16:16‑Ausgleich – nicht zuletzt dank Torwart Robin Schmeißer, der einige freie Würfe der Gäste parierte.

Am Ende die Nerven behalten

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst ein enges Spiel, nach 45 Minuten stand ein 23:23 auf der Anzeigetafel. Dann legten die Schnaitheimer, bei denen Johannes Mühlberger auf zehn Tore kam, wieder vor, ohne sich aber entscheidend abzusetzen. Seine Mannschaft behielt aber die Nerven. Drei Minuten vor dem Ende traf Aaron Benz zum 29:26. In der Schlussphase gelang zwar kein Treffer mehr, die Gastgeber ließen aber auch nur noch zwei Tore für Wangen zu.

„Zwischen der 45. und 50. Minute haben wir es verpasst, den Sack zuzumachen, haben einige 100-prozentige Chancen liegen lassen. Deshalb blieb es bis zum Schluss knapp, umso wichtiger ist es aber – auch für die Moral –, dass wir das Ding geholt haben“, sagt Köpf und hebt noch die Leistung des zweiten Torhüters Sebastian Mruk hervor, der im Tor nahtlos an die Vorstellung seines Kollegen Schmeißer anknüpfte.

Für den Trainer war es dann auch ein gelungener Start ins neue Handballjahr. „Ich bin vom Ergebnis her sehr zufrieden, Wangen II ist ein direkter Konkurrent von uns und auch vom spielerischen Niveau her auf Augenhöhe“, so Köpf. Mit 14:10 Punkten stehen die Schnaitheimer nun auf Rang sechs und haben einen beruhigenden Abstand zur Abstiegszone. Am Samstag, 24. Januar, steht die weite Fahrt an den Bodensee bevor. Die Aufgabe beim Tabellenvorletzten Lindau wollen die TSGler nicht unterschätzen, zumal in der dortigen Halle ohne Harz gespielt wird. „Wir werden das Training diese Woche entsprechend anpassen und hoffen, dass wir weiter erfolgreich in die Rückrunde starten“, so Köpf.

TSG Schnaitheim: Mühlberger (10), Henning (5), Aeugle (3), Aaron Benz (3), Braumann (2), Früholz (2), Kohler (2), Montag (2), Elias Benz, Hermann, Lukas Krafft, Philipp Krafft, Mruk, Schmeißer, Wagner

TV Steinheim - TV Treffelhausen 28:35 (16:19)

Als klarer Außenseiter gingen die Steinheimer ins Spiel gegen das Spitzenteam aus Treffelhausen, doch die Zuschauer in der Gerstetter Georg-Fink-Halle sahen eine starke Leistung des weiterhin sehr ersatzgeschwächten Tabellenneunten. „Die ersten 40 Minuten waren wahrscheinlich die besten in dieser Saison“, lobte Trainer Klaus Nissle, dessen Team bis zur elften Minute ein 8:8 hielt. Nur das schnelle Spiel der Gäste über die erste und zweite Welle bekamen die Steinheimer nicht in den Griff. „Das machen sie auch gut, haben wahrscheinlich das beste Umschaltspiel in der Liga“, so Nissle.

Bis zur 40. Minute mitgehalten

Ansonsten stand die Abwehr aber gut, auch Torhüter Jannik Brosi überzeugte, und so blieben die Steinheimer bis zum Stand von 20:22 in der 40. Spielminute dran. „Aber dann hat man einfach gesehen, dass die Breite und Tiefe des Kaders bei Treffelhausen wie bei einem Spitzenteam ist“, konstatiert Nissle. Die Gäste zogen auf sechs Tore weg, am Ende hieß es 35:28 für den neuen Tabellenführer.

Nissle war dennoch nicht unzufrieden: „Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen, wollten nach der klaren Niederlage im Hinspiel auch ein Zeichen setzen“, sagt der TV-Coach mit Blick auf das 18:37 in der Hinrunde. Seine Mannschaft muss am Sonntag, 25. Januar, nun noch das Spiel beim Tabellenzweiten Altenstadt überstehen, dann folgt eine vierwöchige Pause.

TV Steinheim: Herbrik (9), Fitzke (4), Gaiser (4), Fabian Hungerbühler (3), Rau (3), Laible (2), Mewitz (2), Leon Pharion (1), Bader, Brosi, Kieser, Kolb, Jannik Pharion