Mein Gott, gleich vier Wochen spielfrei: Am 13. Dezember waren die Verbandsliga-Handballer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim (SHB) zum letzten Mal im Einsatz. Am Sonntag, 11. Januar, geht es für das Team des Trainergespanns Sebastian Schmid/Michael Kling mit einem Spiel beim TSV Deizisau weiter (17 Uhr).
„Es war eine ungewöhnlich lange Pause“, sagt Schmid. Diese sei der SHB aber nicht ungelegen gekommen. „Der Rest der Saison wird kräftezehrend genug“, blickt der Coach voraus – und stützt sich dabei auf die Erfahrung aus den ersten zwölf Spielen. Anders als in der Landesliga hatte die SHB kaum ein spielfreies Wochenende. „So einen Rhythmus waren wir nicht gewohnt“, sagt Schmid. Daher hätten die vergangenen Wochen auch mental gutgetan: Schmid attestiert seinen Spielern auch eine geistige Frische. Auch deswegen habe man sich bei der SHB bewusst für eine längere trainingsfreie Zeit entschieden.
Mit 11:13 Punkten steht die SHB auf dem neunten Tabellenplatz – und ist damit absolut im Soll, wie Sebastian Schmid sagt. Auch wichtig: In keinem Spiel war der Aufsteiger chancenlos, oder wie es der Coach ausdrückt: „Wir haben nie richtig eins aufs Dach bekommen.“ Diese Gefahr bestünde jetzt aber durchaus, warnt Schmid. Denn vor der SHB stehen zwei schwere Auswärtsspiele. Am Sonntag, 11. Januar, geht es zum Tabellendritten TSV Deizisau (17 Uhr). Und am Samstag, 17. Januar, treten die SHBler beim TSV Bartenbach an (17 Uhr). Der Tabellenzweite hat nach einem schwachen Saisonstart zuletzt neun Siege in Folge gefeiert.
SHB-Trainer Sebastian Schmid rechnet mit vier Absteigern
Während die beiden kommenden Gegner ihren Blick nach oben in der Tabelle richten, geht es für die SHB weiter um den Klassenerhalt. Drei Mannschaften steigen nämlich fix ab, Sebastian Schmid rechnet zudem mit einem vierten Absteiger (je nachdem, was sich in den Ligen darüber tut). „Für uns ist es eine enorme Herausforderung. Auch, weil die Verbandsliga für uns mit ihren vielen etablierten Teams Neuland ist“, sagt der Coach, der seinem Kader vertraut. Zum einen entspreche dies nicht der Philosophie des Vereins. Zum anderen sieht Schmid angesichts der geholten Punkte keinen Bedarf für mögliche Verstärkungen. „Bisher spielen wir eine tolle Saison.“
Jetzt darf die SHB in den beiden kommenden Auswärtsspielen zeigen, ob sie die großen Mannschaften ärgern kann…

