Die Negativserie der Oberliga-Handballerinnen der SG Herbrechtingen/Bolheim setzt sich fort. Nach sechs Niederlagen in Folge gelang auch gegen die SG Weinstadt keine Trendwende. Trainer Sebastian Kieser blickt auf eine kämpferische Leistung, ärgert sich jedoch über entscheidende Szenen. „Ein Satz mit X, das war wohl nix“, kommentierte Kieser das Spiel gegen den Tabellenvierten. Mit einem stark dezimierten Kader waren die Gastgeberinnen spielstark und die wenigen Wechselmöglichkeiten belasteten die SHB-Damen deutlich. Hätte das Team in voller Besetzung antreten können, wäre der Kampf um den Klassenerhalt sicher anders verlaufen.
Die personellen Ausfälle machen dem Aufsteiger schwer zu schaffen. Nach und nach fielen Spielerinnen aus, kurzfristig musste auch Sabrina Krempien wegen einer Grippe pausieren. Mit nur elf, teilweise angeschlagenen, Spielerinnen reiste das Team an. Trotz der Umstände zeigte sich Kieser zufrieden mit der kämpferischen Leistung: „Wir haben super Druck gemacht und die Abwehr stand gut.“ Nach den ersten 13 Minuten führte SHB mit 9:3. Der Wendepunkt kam mit der Roten Karte für Anki Lindenmaier nach 17 Minuten, die Kieser als „sehr fragwürdig“ bezeichnete. „Das war der erste Dämpfer im Spiel.“ Die Führung schmolz, doch bis zur Pause hielt SHB die Partie knapp mit 16:14.
Die SG Weinstadt geht erst in der 53. Minute erstmals in Führung
In der zweiten Halbzeit kämpften die SHB-Damen tapfer, doch die Kräfte schwanden sichtbar. Nach 53 Minuten gelang Weinstadt erstmals die Führung. Zusätzlich fiel Torhüterin Marielle Serwe-Hug verletzt aus. Weinstadt zog kurz vor Spielende auf vier Tore davon und entschied die Partie. Der Anschlusstreffer zum Endstand zeigte den Charakter des Teams, das sich für seine Leistung nicht belohnen konnte.
Kieser zeigte sich stolz auf seine Mannschaft, war aber zugleich enttäuscht: „Ich hätte es den Mädels heute echt gegönnt, weil sie Emotionen gezeigt haben und körperlich sowie mental bis ans Limit gegangen sind.“

Trotz Niederlagenserie keine Panik bei den Handballerinnen der SG Herbrechtingen/Bolheim
Für SHB steht am 20. Dezember noch ein Auswärtsspiel beim Tabellensiebten aus Waiblingen an. Mit der gezeigten Leistung könnte die Saison einen versöhnlichen Abschluss finden. Die anschließende Pause wird die Mannschaft für die Regeneration nutzen.
SHB: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Fleischer, Sahin (1), Schweda (7), Braun (3), Brachert (6/1), Schönefeldt (2), Lindenmaier (2), Frey (3), Siller (8)

