Handball-Verbandsliga

So analysiert Trainer Sebastian Schmid die Niederlage der SHB in Deizisau

Das neue Jahr startete für die Verbandsligahandballer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim denkbar schlecht. Nach einer frühen roten Karte gegen Luca Hauser musste sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Schmid letztlich dem Favoriten aus Deizisau deutlich mit 30:38 geschlagen geben. Warum Trainer Sebastian Schmid mit sich haderte und was seiner Meinung nach Hoffnung für die nächsten Spiele macht:

Vor Weihnachten lief es für die SHB-Handballer mit sechs Punkten aus vier Spielen gut. So gesehen kam die Winterpause für das Team von Sebastian Schmid zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. „Die Idee, dass wir ausgeruht in das Spiel gehen, hat nicht das gebracht, was wir uns erhofft haben“, sagte Schmid nach dem Spiel, und tatsächlich war seine Mannschaft zwar motiviert, aber aus dem Tritt. „Wir hätten im Nachhinein schon ein bis zwei Einheiten mehr gebrauchen können“, so der 44-Jährige, der seiner Mannschaft nach der kräftezehrenden Vorrunde eine längere Pause verordnet hatte.

Auch wenn es gegen den Oberligaabsteiger TSV Deizisau ging, wäre für den Aufsteiger im Nachhinein auf jeden Fall mehr drin gewesen. Personell schöpfte man bis auf den Grippekranken Daniel Mezencev aus dem Vollen, auch Patrick Jäger meldete sich nach seiner langen Verletzungspause wieder fit. Co-Trainer Michael Kling muss aufgrund einer blauen Karte aus dem letzten Spiel vor der Weihnachtspause vier Spiele aussetzen.

Die Idee, dass wir ausgeruht in das Spiel gehen, hat nicht das gebracht, was wir uns erhofft haben.

Sebastian Schmid, Trainer

Die Gastgeber, welche dank eines Turniers zwischen den Feiertagen eingespielt ins Rennen gingen, legten nach acht Minuten ein 5:1 vor und erwischten den Aufsteiger gleich auf dem falschen Fuß. Danach kamen die Gäste zwar besser ins Spiel, aber eine rote Karte gegen Luca Hauser in der 12. Minute stoppte die Aufholjagd. „Die Karte kann man schon geben“, sagte Schmid fairerweise. Seine Mannschaft kam wieder aus dem Tritt und ging schon mit einem vorentscheidenden 10:16-Rückstand in die Pause.

Deutlich angeschlagen, was das Selbstvertrauen betrifft, gestaltete der Aufsteiger dann auch die zweite Halbzeit. Deizisau ließ mit einem souveränen Auftritt weiterhin keine Zweifel am deutlichen Sieg aufkommen. Was man der SHB zugutehalten musste, war der Kampfgeist und der Wille, nicht komplett „unter die Räder“ zu kommen. Spielmacher Lars Braun, der mit acht Toren erfolgreichste Schütze, zog die Fäden so gut es ging, und auch Luis Soderer im Rückraum, der längere Zeit spielte, konnte überzeugen.

Trainer Schmid sagte aber klar: „Wir waren heute einfach in der Abwehr zu schlecht und hatten zu viele Ausfälle im Spiel gehabt.“ Am kommenden Samstag ist die SHB beim Tabellenzweiten zu Gast. „Bartenbach ist für viele Topfavorit auf den Aufstieg“, sagt Schmid über den kommenden Gegner. Zwar konnte die SHB das Hinspiel zu Hause für sich entscheiden, aber ab da konnte Bartenbach neun Spiele in Folge gewinnen. Auf die Frage, wie man die Mannschaft wieder motiviert, meinte Schmid: „Die Mannschaft will wieder voll trainieren, und sie wird sich wieder aufrichten, da bin ich völlig überzeugt. Es wird schwer werden im nächsten Spiel, aber es werden danach wieder Spiele kommen, in denen wir was holen können.“

Namen und Zahlen zum Spiel

SHB: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz (3), Mannbeiß, Hauser, T. Kraft (5), Ruoff (1), Braun (8), Lindenmaier (2), Englisch (3), R. Kraft, Mailänder (2), Soderer (4), Jäger, Akermann (2/2)

Zeitstrafen: SHB 4 (Hauser, Mannbeiß, Mailänder, Soderer); TSV Deizisau 3

Strafwürfe: SHB 2 (beide verwandelt); TSV Deizisau 4 (alle verwandelt)

Zuschauer: 250

Schiedsrichter: Eric Kempf und Taha Yaren