Handball-Verbandsliga

Probleme in der Defensive: Wieso der SHB gegen den TSV Denkendorf chancenlos bleibt

Erstes Heimspiel, erste Niederlage. Die Verbandsliga-Handballer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim sind bei der 28:34-Heimniederlage gegen den TSV Denkendorf weitestgehend chancenlos und verlieren auch in dieser Höhe verdient. Was SHB‑Trainer Sebastian Schmid erneut bemängelt und warum er dennoch positiv nach vorn blickt:

Die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim hat ihr erstes Heimspiel der Verbandsligasaison gegen den TSV Denkendorf mit 28:34 verloren. Vor knapp 200 Zuschauern in der Bibrishalle war die SHB gegen den vom Trainerteam als Geheimfavoriten eingeschätzten Gegner über weite Strecken chancenlos. Nach dem Unentschieden zum Auftakt in Gerhausen sollte vor allem die Abwehr stabiler stehen.

Unter der Woche hatte die Mannschaft die neu eingeführte offensive 3:2:1-Deckung trainiert. Bis zum 6:7 nach knapp zehn Minuten hielt die SHB noch mit, doch Denkendorf setzte sich anschließend ab. Die kompakt auftretenden Gäste brachten die Herbrechtinger Angreifer zunehmend unter Druck und nutzten große Lücken in der Abwehr. Beim 8:13 nach 15 Minuten geriet die SHB bereits deutlich ins Hintertreffen.

Denkendorf spielte geduldig, agierte reifer und hatte zudem einen starken Torhüter. Die Gastgeber erzielten in der ersten Halbzeit nur 13 Treffer und lagen zur Pause mit 13:20 zurück. „Die erste Hälfte war ein Spiegelbild der letzten Woche. Wir hatten defensiv wieder die gleichen Probleme“, ärgerte sich Trainer Sebastian Schmid angesichts der großen Lücken in der Abwehr. Zusammen mit seinem „Co“ Michael Kling forderte er eine bessere Kommunikation und ein konzentrierteres Auftreten.

Nach dem Wiederanpfiff zog Denkendorf zunächst auf 22:13 davon. Die SHB gab sich jedoch nicht auf und gestaltete die zweite Halbzeit ausgeglichener. Der Rückstand blieb dennoch bestehen, weil die Gäste auf die Angriffe der Blau-Weißen stets eine Antwort fanden – und mit dem Torhüter den Mann des Spiels in ihren Reihen hatten. Die zweite Hälfte gewann Herbrechtingen/Bolheim zwar mit einem Tor, die Überlegenheit Denkendorfs war insgesamt jedoch deutlich.

Großes Manko der SHB: 70 Gegentore nach zwei Spielen

Schmid kritisierte erneut das Defensivverhalten seiner Mannschaft: „Wir wollten eigentlich eine unangenehme und stabile Deckung spielen und bekommen nach zwei Spielen 70 Gegentore.“ Die Fehler aus der Vorwoche seien per Video analysiert worden. „Nach zwei Spielen ist es auch kein Drama. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, dann kommt das Selbstvertrauen wieder“, sagte der 45‑Jährige. In der Vorbereitung hätten zu viele Spieler gefehlt. Dennoch glaubt Schmid daran, wieder an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen zu können.

Namen und Zahlen zum Spiel

SHB: Gehringer und Bader im Tor; Buntz, Hauser (3), T. Kraft (4), Ruoff (1), Braun (1), Lindenmaier, Englisch (1), Bader (1), R. Kraft (3), Hoke (1), Mezencev (4), Soderer (6), Akermann (3/2)

Zeitstrafen: SHB 6 (Lindenmaier 2, Soderer 2, T. Kraft, Mezencev); TSV Denkendorf 8

Strafwürfe: SHB 3 (2 verwandelt); TSV Denkendorf 5 (4 verwandelt)

Zuschauer: 220