Als letzte der höherklassigen Handballmannschaften aus dem Kreis startet die TSG Schnaitheim am Sonntag ins neue Jahr. Im Gastspiel bei der SG Burlafingen/Ulm wird sich zeigen, wie die Truppe von Coach Thilo Riehl die sechswöchige Pause verkraftet hat.
Ein Problem sieht Schnaitheims Trainer darin nicht, von Winterschlaf kann bei seinem Team keine Rede sein. „Für uns ist so eine Pause nicht ungewohnt, alle sind heiß und wollen Vollgas geben“, sagt Thilo Riehl, der seine Spielerinnen am 7. Januar wieder in der Halle begrüßen durfte. Seither wird fleißig trainiert, dabei ging es in erster Linie darum, die gewohnten Abläufe zu verfestigen und die Nachwuchskräfte weiter einzubinden. Trainingsspiele konnten allerdings nur gegen die eigene zweite Mannschaft durchgeführt werden.
Ein Trio an der Spitze
Nach einer starken Hinrunde geht die TSG als Tabellenführer ins neue Handballjahr, ist dabei aber punktgleich mit dem SC Vöhringen und der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf. Die Schnaitheimerinnen konnten beide direkte Konkurrenten besiegen, müssen aber in der Rückrunde noch bei beiden auswärts antreten. „Wir wissen, dass es sehr schwer wird, aber wir möchten uns da vorn halten. Wenn wir gut drauf sind, können wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen“, so Riehl.
Es ist also eine spannende Rückrunde zu erwarten und die beginnt für Schnaitheim am Sonntag um 18 Uhr in der Sporthalle 1 im Neu-Ulmer Ortsteil Pfuhl. Gastgeber ist die SG Burlafingen/PSV Ulm, die mit 8:10 Punkten auf Rang sieben steht und noch abstiegsgefährdet ist. Das Hinspiel ging mit 31:20 klar an die TSG, unterschätzen darf man den Gegner dennoch nicht. In der heimischen Halle hat Burlafingen/Ulm erst ein Spiel verloren und beispielsweise die starke SG Lauterstein besiegt. „Wir wissen, dass für Burlafingen jeder Punkt zählt. Die werden beißen, aber wir sind darauf eingestellt“, sagt Riehl, der bis auf Leonora Nuhiu, die wohl die komplette Rückrunde ausfällt, alle Spielerinnen zur Verfügung hat.
SHB-Frauen beim Spitzenteam
So wie die TSG-Frauen müssen auch alle anderen höherklassigen Handballteams aus dem Kreis am Wochenende auswärts antreten. In der Frauen-Oberliga geht es für die SG Herbrechtingen/Bolheim am Sonntag (Spielbeginn 18 Uhr) zur HSG Bargau/Bettringen. Beim Tabellendritten (17:7 Punkte) sind die auf Rang elf liegenden SHBlerinnen (6:18) klarer Außenseiter. Aber nachdem zuletzt die lange Niederlagenserie beendet wurde, kann das Team von Trainer Sebastian Kieser mit neuem Selbstbewusstsein antreten. Und immerhin: Das Hinspiel gegen Bargau/Bettringen ging nur hauchdünn mit 28:29 verloren.
TSG-Männer müssen an den Bodensee
Die Schnaitheimer Männer stehen vor der weiten Fahrt an den Bodensee und treten am Samstag (19.30 Uhr) zum Landesligaduell beim TSV Lindau an. In der dortigen Sporthalle herrscht absolutes Haftmittelverbot, was die Aufgabe natürlich etwas knifflig macht. Genutzt hat diese Form des Heimvorteils den Lindauern aber bisher nicht viel, von elf Spielen gewann der Tabellenvorletzte erst eines. Für die TSG, die das Hinspiel klar mit 31:18 gewann, bietet sich also die Gelegenheit, den guten Mittelfeldplatz weiter zu festigen.
Deutlich schlechter stehen die Chancen für den TV Steinheim (10:16 Punkte), der am Sonntag (18 Uhr) in der Geislinger Michelberghalle beim Tabellenzweiten TV Altenstadt (18:4) antreten muss. Die Altenstädter zählen zu den absoluten Titelanwärtern, wären nach Minuspunkten sogar Tabellenführer. Der TVS muss dagegen weiterhin verletzte und gesperrte Spieler ersetzen. Aber immerhin scheint dem Team von Coach Klaus Nissle der Gegner zu liegen, in der Hinrunde gab es einen überraschenden 27:26-Sieg für die Steinheimer.

