Erster Sieg in der Handball-Verbandsliga

Der Start lässt Aufsteiger Schnaitheim hoffen

Der erste Auftritt nach dem Aufstieg in die Verbandsliga endete für die Handballerinnen der TSG Schnaitheim mit einem 31:28-Heimsieg gegen die HSG Strohgäu. Warum dies für Beruhigung sorgt und wo Trainer Thilo Riehl dennoch Verbesserungspotenzial sieht:

Der Start ist immer schwer, besonders für einen Aufsteiger, der auf weitgehend unbekannte Gegner trifft. Insofern sorgte der 31:28‑Sieg der Schnaitheimer Handballerinnen gegen die HSG Strohgäu für Erleichterung. „Für eine richtige Einschätzung ist es natürlich noch zu früh, aber ich denke schon, dass wir in der Verbandsliga mithalten können“, so das Fazit von Trainer Thilo Riehl.

Ganz unvorbereitet mussten die TSG-Frauen nicht in die Partie gehen, denn auch in diesen Ligen müssen die Spiele gefilmt werden. „Wir haben gesehen, dass die HSG Strohgäu einen starken Rückraum hat und konnten uns entsprechend einstellen“, berichtet Riehl, dessen Mannschaft allerdings zunächst sehr nervös agierte. In der zwölften Minute war die TSG mit 3:7 in Rückstand, was auch an einer Vielzahl von Fehlwürfen lag. „Wir mussten uns erst einmal hineinfinden, haben uns dann in der Abwehr stabilisiert“, sagt der Coach. Die Gastgeberinnen kämpften sich Tor um Tor heran und konnten beim 7:7 erstmals wieder ausgleichen. Kurz vor der Pause gelang schließlich die Führung zum 14:13.

Nach nervösem Start zurück ins Spiel

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Mannschaft deutlich gefestigter. Besonders in der Abwehr wurde nun konzentriert gearbeitet und der Gegner vor große Probleme gestellt. Krisztina Sütö hatte die beste Angreiferin der Gäste, Sophie Weckerlein, immer besser unter Kontrolle. Und insbesondere der Innenblock um Anna Gempp und Stella Wiedmann wurde für die Gäste ein zunehmend unüberwindbares Hindernis. So konnten immer wieder Bälle erobert und in schnelle Treffer über die Außenposition durch Carina Schmeißer, Victoria Heye und Jenny Buck erzielt werden. In dieser Phase setzte sich die TSG Tor sogar auf 27:19 ab.

Allerdings wäre ein noch deutlicherer Vorsprung möglich gewesen. Zahlreiche gute Torchancen wurden nicht konsequent genutzt. Gerade diese Chancenverwertung gilt es laut Riehl in den kommenden Wochen zu verbessern, denn in der Verbandsliga werden solche Möglichkeiten nicht immer in ausreichender Zahl vorhanden sein.

Starke Abwehr, Chancenverwertung ausbaufähig

In der Schlussphase kam die HSG Strohgäu noch einmal näher heran. Die Schnaitheimerinnen behielten jedoch die Ruhe und brachten den Vorsprung letztlich sicher über die Zeit. Mit dem Treffer zum 31:27 durch Carina Schmeißer war die Partie kurz vor Schluss endgültig entschieden.

Damit ist der erste Auftritt der TSG Schnaitheim in der Verbandsliga gut gelungen. Die Mannschaft hat nach der anfänglichen Nervosität gezeigt, dass sie auch in der neuen Spielklasse mithalten kann. Am kommenden Wochenende haben die Schnaitheimerinnen spielfrei, die nächste Herausforderung wartet dann am Sonntag, 11. Oktober 2026, wenn die TSG in der heimischen Ballspielhalle auf die SG Schozach-Bottwartal II trifft.

Namen und Zahlen

TSG Schnaitheim – HSG Strohgäu Heim 31:28 (14:13)

Schnaitheim: Heye (2), Sütö (3), Bauder (4), Gempp (6), Wiedmann (6/4), Henning, Riehl (3), Birzele, Wälther (1), Schmeißer (5), Buck (1), Kienle, Engelhart, Schwan

Siebenmeter: Schnaitheim 4/4 verwandelt – Strohgäu 4/3

Zeitstrafen: Schnaitheim 1 (Gempp) – Strohgäu 5

Zuschauer: 100