Handball-Oberliga

„Bombe und geil“: Was Trainer Thomas Feil beim Sieg der SHB-Handballerinnen lobt und was er sich wünscht

Auftakt nach Maß! Die Handballerinnen der SHB sind mit einem 30:26-Auswärtserfolg beim TSV Heiningen perfekt in die neue Saison gestartet. Was SHB-Trainer Thomas Feil besonders gefallen hat und was er ein wenig zu bemängeln hat:

Für die Oberliga-Handballerinnen der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim (SHB) begann die neue Saison mit einem Ausrufezeichen. Dabei war die Partie in der Voralbhalle mit vielen Fragezeichen verbunden: Die Mannschaft reiste dezimiert an, zudem fehlte Trainer Sebastian Kieser. Er war bei der Einweihung der Wentalhalle im Einsatz, die er bereits vor der Spielplanerstellung zugesagt hatte. Dennoch waren die Gäste fest entschlossen, besser in die Runde zu starten als im vergangenen Jahr. Den Gegner kannten die Blau-Weißen zwar aus der Vorsaison, doch Heiningen hatte sich personell deutlich verändert.

Bis zum 5:5 nach zehn Minuten entwickelte sich eine offene Begegnung. Dann leitete die stark aufspielende Anne Schweda, die am Ende zehnmal traf, eine starke Phase der SHB ein. Die Gäste erarbeiteten sich einen Drei-Tore-Vorsprung und ließen auch in der Abwehr wenig zu. „Die Abwehr war einfach Bombe“, schwärmte Trainer Thomas Feil. Seine Mannschaft brachte die Führung bis zur Pause und ging mit einem 17:14 in die Kabine. Auch nach dem Wechsel agierten die Gäste entschlossen und konzentriert. Nach Treffern von Schweda, Fleischer, Brachert und Krempien stand es 23:18, ehe Heiningen mit einer Auszeit reagierte.

Der ehemalige Drittligist verkürzte anschließend auf 22:24. Thomas Feil nahm daraufhin ebenfalls eine Auszeit, die zur rechten Zeit kam. Susi Frey und Anne Schweda trafen nacheinander, zudem überstanden die SHB-Damen eine doppelte Unterzahl unbeschadet. Als Sabrina Krempien knapp fünf Minuten vor Schluss zum 28:24 traf, war die Vorentscheidung gefallen. Luisa Fleischer und Anki Lindenmaier nutzten eine Überzahl zum viel umjubelten 30:26‑Endstand.

Coach Feil zeigte sich nahezu überschwänglich angesichts der Leistung seiner Mannschaft. „Das war ein geiles Spiel meiner Mannschaft und der Matchplan ist voll aufgegangen“, sagte der 60-Jährige und ergänzte: „Kleinere Einbrüche haben wir gut verkraftet und den Kopf immer oben gehabt. Die Mannschaft ist als Team aufgetreten und darauf bin ich stolz.“ Ein kleines Haar in der Suppe fand Feil dennoch: „Wenn man auf hohem Niveau jammern möchte, dann darüber, dass wir drei Strafwürfe vergeben haben. Aber es ist ja gut gegangen und auf diese Leistung lässt sich aufbauen.“

Namen und Zahlen zum Spiel

SHB: Hirsch und Epple im Tor; Bikah, Fleischer (2), Blickle, N.Sahin (2), Schweda (10), Mahler, C.Sahin (1), I.Mahler, Brachert (6), Krempien (4), Lindenmaier (2), Frey (3)

Zeitstrafen: SHB 4 (Frey, Lindenmaier, Krempien, Fleischer); TSV Heiningen 2

Strafwürfe: SHB 3 (keinen verwandelt); TSV Heiningen 3 (2 verwandelt)

Zuschauer: 80