Gefühlt war er schon immer da: Franz Fischer ist eines der Gesichter der TSG Nattheim. Der Mittelfeldspieler ist auf dem Rasen nicht nur Antreiber, auch abseits des Platzes engagiert sich der 36-Jährige in verschiedenen Bereichen. Doch wie wird Fischer gerufen? Franz? Natürlich. Es geht aber auch glamouröser. Beim Amateurfußballportal „Fupa“ ist der Spitzname „Oust“ hinterlegt. Dieser ist zwar nicht falsch, allerdings auch nicht populär. Warum dieser Name hinterlegt ist, kann sich Fischer, der aus Sachsen stammt, auch nicht so recht erklären. Dafür erzählt der Geschäftsführer eines Personaldienstleisters, welche Spitznamen von seinen Mitspielern groß zelebriert wurden und werden: Hogan oder/und Hollywood.

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„Ich bin ja schon etwas älter und muss dann darüber lachen“, sagt Franz Fischer. Als er deutlich jünger war, gab es den Wrestling-Hype. „Es war die Zeit von Hulk Hogan oder dem Undertaker. Als Kind war ich ein sehr großer Hulk-Hogan-Fan“, sagt Fischer über den Wrestler-Star der 1980er Jahre, der für seinen Schnurrbart und seine auffälligen Kopftücher bekannt war. Lachend schiebt Fischer nach: „Die Jungs haben das wieder ausgegraben.“

Um ihn zu motivieren (und vielleicht auch etwas auf den Arm zu nehmen), wurden in der Umkleidekabine (ja, die TSG-Kicker haben dort einen Fernseher) vor Spielen sogar Hulk-Hogan-Videos abgespielt. „Wer auf die Idee gekommen ist, weiß ich nicht. Aber ich find’s total witzig“, sagt Franz Fischer, der im Gemeindeblatt unter dem Mannschaftsbild mit seinem Spitznamen geführt wird. Und ja, manchmal heißt es, wenn Franz Fischer ankommt, schlichtweg auch: „Da kommt Hollywood.“
Er selbst ist aber auch gerne kreativ. „Ob ich anderen Spitznamen vergebe? Klar, permanent“, sagt Fischer – und lacht. Mit seinen 36 Jahren möchte er gerne auch kommende Saison noch spielen. Also noch genügend Zeit, um noch einige Spitznamen zu vergeben.



