Fußball-Bezirksliga

Warum Erdal Kalin bei seiner Verpflichtung als Trainer von Viktoria Wasseralfingen ein Déjà-vu erlebt hat

Zurück im Spiel! Erdal Kalin übernimmt den abstiegsbedrohten FV Viktoria Wasseralfingen. Der Heidenheimer zieht Parallelen zu seinem Einstieg bei der TSG Schnaitheim und bekommt zunächst einen erfahrenen Co-Trainer an seine Seite:

Mitte Mai titelte die Heidenheimer Zeitung: „Aus für den Aufstiegstrainer“. Erdal Kalin hatte die Fußballer der TSG Schnaitheim in die Bezirksliga geführt – hat dann aber beim vom sofortigen Abstieg bedrohten Verein „aufhören müssen“, wie er es selbst scherzhaft ausdrückt. Es folgte eine auch privat fordernde Zeit, in der er stellenweise einfach keine Lust mehr auf Fußball gehabt hat, sagt der 54‑Jährige.

Zuletzt machte er einen Urlaub, und wurde am Tag seiner Rückkehr von Semih Köksal (war in den Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 Trainer bei Türkspor Heidenheim), dem sportlichen Leiter des FV Viktoria Wasseralfingen, kontaktiert. „Es war exakt wie vor drei Jahren. Ein Déjà-vu“, sagt Kalin. Auch im Oktober 2023 kam das Angebot der TSG Schnaitheim nach einem Urlaubsaufenthalt. „Auch da war es wie jetzt ein Dienstag“, so Kalin.

Dem Gespräch am Mittwoch, 30. September, folgte einen Tag darauf die Zusage beim Wasseralfingen. Natürlich hat es auch andere Trainerkandidaten gegeben, sagt Semih Köksal. „Erdal hat uns mit seiner Qualität, seiner Erfahrung und seinen Erfolgen als Trainer überzeugt“, so der sportliche Leiter des FV Viktoria Wasseralfingen. „Unser Glück war, dass Erdal frei war und gleich Bock auf die neue Aufgabe hatte. Auch als Typ passt er super zu uns. Wir hoffen, dass er den nötigen Impuls geben kann.“

Erdal ist Chef, ich bin sein Co.

Semih Köksal, sportlicher Leiter des FV Viktoria Wasseralfingen

Die Wasseralfinger sind als Aufsteiger mit sieben Niederlagen in den ersten sieben Spielen in die Saison gestartet, Jens Christ musste nach sechs Spielen gehe. Zuletzt wurde das Team interimsweise von Köksal betreut, so auch beim 5:1-Heimsieg gegen den TV Neuler. Der 52-Jährige möchte aber nicht mehr Trainer sein, sondern sieht sich jetzt im Management, wie er betont. Bis zum Ende der Vorrunde möchte er aber Kalin als Co-Trainer zur Seite stehen, bis dann ein neuer gesucht wird. „Erdal ist Chef, ich bin sein Co“, so Köksal über die Konstellation.

Erdal Kalin wiederum freut sich auf ein neues Umfeld mit dem Aalener Raum und seine neue Mannschaft. „Allen ist klar, dass es ein heißer Tanz wird“, sagt er über den angestrebten Klassenerhalt. „Wir müssen uns stabilisieren, die Jungs brauchen Selbstvertrauen“, so Kalin, der am Dienstag, 6. Oktober, zum ersten Mal eine Trainingseinheit leiten wird. Am Sonntag, 11. Oktober, steht das Derby beim SSV Aalen an (15 Uhr).